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20210429064442

Studie: Corona-Impfung senkt Krankenhaus-Risiko für Ältere deutlich

06:23
29.04.2021
Die Corona-Impfungen mit den Wirkstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer senken neuen Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC das Risiko von Krankenhaus-Einweisungen für Ältere sehr deutlich. Zwei Wochen nach der zweiten Dosis läge das Risiko einer Krankenhaus-Einweisung wegen Covid-19 für Menschen ab 65 Jahren um 94 Prozent niedriger als für gleichaltrige, aber nicht geimpfte Menschen, teilte die CDC am Mittwoch mit. Ab zwei Wochen nach der ersten Dosis liege das Risiko schon um 64 Prozent niedriger.

Die Daten stammen aus 24 Krankenhäusern in 14 US-Bundesstaaten. Einbezogen wurden 417 Menschen, darunter 187 Covid-19-Patienten und 230 Menschen zur Kontrolle. Wie erwartet habe die erste Impfung innerhalb der ersten zwei Wochen noch keinen Schutz gebracht.

In den USA haben bereits mehr als 80 Prozent der Menschen ab 65 Jahren mindestens eine Dosis bekommen. Die meisten Impfungen sind mit dem Wirkstoffen des US-Herstellers Pfizer und seines deutschen Partners Biontech sowie dem des US-Herstellers Moderna durchgeführt worden.

Gewalt in Familien nimmt durch Corona-Pandemie offenbar zu

05:06
29.04.2021
Während der Corona-Pandemie hat die Gewalt in Familien anscheinend zugenommen - vor allem dort, wo es schon vorher Probleme gab. „Die Luft wird dünner, und die Menschen explodieren schneller“, sagte der Gründer des Kinderprojekts Arche, Bernd Siggelkow, der Deutschen Presse-Agentur.

„Der Stresspegel ist hoch und die psychische Belastung für Kinder immens“, so der Leiter der Arche, die an 27 Standorten in ganz Deutschland Angebote für Kinder aus benachteiligten Familien schafft. Die Kinder seien aggressiver untereinander und gegenüber ihren Eltern.

Repräsentative Daten, die eine Zunahme der Gewalt in Familien während der Corona-Pandemie belegen, liegen laut dem Ulmer Experten Jörg Fegert bislang nicht vor. Doch nach dem Ende des ersten Lockdowns habe die Medizinische Kinderschutzhotline einen deutlichen Anstieg der Anrufe verzeichnet, so Fegert, der die Hotline leitet. Dort können sich etwa Ärzte, Psychotherapeuten und Mitarbeiter der Jugendhilfe melden, wenn sie kollegiale Beratung bei Verdacht auf Kindesmisshandlung wünschen.

Auch das bundesweite Sorgentelefon „Nummer gegen Kummer“ verzeichnet eine deutliche Zunahme von Anrufen von überlasteten Eltern und Kindern mit Problemen. Gewalterfahrungen seien im Pandemiejahr 2020 von Kindern und Jugendlichen häufiger thematisiert worden als 2019, berichtet Sprecherin Anna Zacharias. So wandten sich rund 9200 Kinder und Jugendliche mit einer Gewaltproblematik an das Kinder- und Jugendtelefon - rund 15 Prozent mehr als 2019. Auch die Onlineberatung wurde öfter genutzt, von rund 1100 Kindern und Jugendlichen - 17 Prozent mehr als 2019.