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20210428174837

Russland schickt humanitäre Hilfe im Kampf gegen Corona nach Indien

17:07
28.04.2021
Russland stellt Indien im Kampf gegen die Corona-Pandemie tonnenweise Hilfsgüter bereit. Der russische Präsident Wladimir Putin versprach dem indischen Premierminister Narendra Modi nach Kremlangaben bei einem Telefonat einen Transport mit 22 Tonnen Fracht, darunter 75 Beatmungsgeräte, 20 Anlagen zur Erzeugung von Sauerstoff und 200 000 Packungen mit Medikamenten.

Wie der Kreml mitteilte, sollte das Material mit Maschinen des russischen Zivilschutzes noch am Mittwoch nach Indien gebracht werden. Russland wolle das Land in der schweren Zeit unterstützen, hieß es.

Modi danke nach Kremlangaben für die Hilfe. Beide Seiten hätten zudem begrüßt, dass der russische Impfstoff Sputnik V in Indien registriert worden sei. Russland will das in mehr als 60 Staaten zugelassene Präparat dort auch in großem Stil produzieren lassen. Von Mai an sollten dort demnach 850 Millionen Dosen des Impfstoffs hergestellt werden. In der EU wartet Sputnik V weiter auf eine Zulassung. Die Europäische Arzneimittel-Agentur prüft dazu aktuell auch Produktionsanlagen in Russland.

Malte Bürger

Hohe Infektionszahlen: Doch Niederlande öffnen Läden und Terrassen

16:51
28.04.2021
Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen und eines starken Drucks auf die Krankenhäuser haben die Niederlande nach gut vier Monaten den strengen Lockdown gelockert und einen großen Schritt zurück zur Normalität gemacht. Die Geschäfte durften am Mittwoch wieder Kunden empfangen - ohne vorherigen Termin. Seit 12.00 Uhr bedienten auch wieder Cafés und Restaurants Gäste im Außenbereich. Auch die unpopuläre abendliche Ausgangssperre wurde abgeschafft.

Während die meisten Niederländer jubelten, warnten aber Mediziner und Virologen vor negativen Folgen. Am Mittwoch war die Infektionsrate erneut gestiegen; sie ist jetzt etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.

Malte Bürger

Corona-Proteste: Seehofer für starke Polizeipräsenz

16:16
28.04.2021
Angesichts der Aggressivität einiger Gegner der staatlichen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung hält Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mehr Polizeipräsenz an kritischen Orten für notwendig. Es dürfe nicht sein, „dass wir zwar wissen, dass alle, die sich mit der Pandemie beschäftigen, einer Gefährdungslage ausgesetzt sind, aber dann das RKI (Robert Koch-Institut) vielleicht nicht ausreichend als Objekt geschützt wird“, sagte der Minister am Mittwoch in Berlin. Journalisten dürften nicht an ihrer Arbeit gehindert werden - etwa von Teilnehmern der Demonstrationen gegen die Corona-Regeln. Um den Schutz der Presse zu gewährleisten, müssten immer ausreichend Polizeikräfte vor Ort sein.

Im vergangenen Herbst war ein Brandanschlag auf das Robert Koch-Institut verübt worden. Das RKI spielt eine zentrale Rolle in der Corona-Krise und ist dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt. Bei Protesten von Gegnern der staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie waren mehrfach Journalisten bedrängt worden.

Malte Bürger