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Weniger Ehen und Geburten - mehr Sterbefälle im Corona-Jahr 2020

08:02
26.04.2021
Die Zahl der Ehen und Geburten ist im Corona-Jahr 2020 zurückgegangen. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Sterbefälle, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag in Wiesbaden mitteilte. Vergangenes Jahr sind demnach etwa 373.000 standesamtliche Eheschließungen registriert worden. Das seien etwa 43.000 oder zehn Prozent weniger als im Jahr davor.

Besonders stark war der Rückgang den Angaben zufolge im April mit einem Drittel (37 Prozent) weniger Eheschließungen als im Vorjahresmonat, "nachdem im Zuge der Corona-Pandemie seit Mitte März 2020 Standesämter geschlossen oder nur reduziert geöffnet waren". Vor Inkrafttreten der Einschränkungen hatten im Februar 2020 knapp die Hälfte mehr Paare geheiratet als im Februar 2019.

Auch die Zahl der Geburten war der Behörde zufolge rückläufig. 2020 kamen demnach in Deutschland rund 773.000 Kinder zur Welt. Das waren etwa 5.000 Kinder weniger als im Vorjahr (minus 0,6 Prozent). Damit setzte sich der Rückgang fort, der nach dem letzten starken Anstieg der Geburtenzahlen im Jahr 2016 eingesetzt hatte, so die Behörde. Der Jahrgang 2020 gehöre trotzdem zu den fünf stärksten Geburtsjahrgängen der letzten beiden Jahrzehnte. Das Geburtengeschehen im Gesamtjahr 2020 sei "offenbar nicht von der Corona-Pandemie beeinträchtigt" worden, hieß es.

Jan-Felix Jasch

Altmaier lobt Boutiquen, Kneipen und Reisebüros für Durchhaltewillen

07:27
26.04.2021
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zollt den tausenden Firmen hierzulande seinen Respekt, die unter den staatlichen Corona-Beschränkungen leiden. „Ich möchte unseren Unternehmen Mut machen, den Modeboutiquen, den Eckkneipen, den Reisebüros. Ihr Durchhaltewillen beeindruckt mich zutiefst. Wir kommen gemeinsam wieder aus dieser Krise raus“, sagte Altmaier den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Er rechne spätestens im Sommer mit einer deutlichen Entspannung.

Nach Daten des Bundeswirtschaftsministeriums, die den Funke-Zeitungen vorliegen, sind seit Beginn der Krise 95,9 Milliarden Euro an Hilfsgeldern bewilligt worden. Von den aufgrund der stockenden Auszahlungen in die Kritik geratenen November- und Dezemberhilfen sind demnach mehr als 10,7 Milliarden Euro und damit rund 96 Prozent an die Unternehmen ausgezahlt worden.

Jan-Felix Jasch