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Saarland hält trotz Bundes-Notbremse an „Saarland-Modell“ fest

09:05
23.04.2021
Auch wenn das Saarland ab Samstag wegen der Bundes-Notbremse in weiten Teilen zurück in den Lockdown muss: Das Saarland-Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Tests setzt, ist nicht vom Tisch. „Wir halten auch weiterhin an unserem Modell fest“, teilte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit. „Das Saarland-Modell ist ein langfristig angelegtes Management-Modell, mit dem wir die Corona-Pandemie nachhaltig kontrollieren werden.“ Anreize zum Testen seien „ein Schlüssel in der Pandemiebekämpfung“.

Dennoch: Mit der Bundes-Notbremse wird das „Saarland-Modell“ in drei von fünf Landkreisen und im Regionalverband Saarbrücken ab Samstag eine Zwangspause einlegen müssen. Denn dort liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei Tagen hintereinander über 100. Neben dem Regionalverband sind das die Kreise St. Wendel, Saarlouis und Neunkirchen.

Dort müssen Außengastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos und Fitnessstudios wieder schließen, die seit dem Start des Saarland-Modells am 6. April negativ Corona-Getesteten offen standen. Zudem gibt es eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Shoppen geht dann dort nur mit Termin plus negativem Corona-Test. Und: Private Treffen sind auf einen Haushalt und eine weitere Person beschränkt.

In den derzeit noch verbleibenden zwei Landkreisen im Saarland, die unter dem Wert von 100 liegen oder diesen noch nicht drei Tage in Folge überschritten haben, gilt laut Landesregierung weiterhin das „Saarland-Modell“ auf derzeit Ampelstufe gelb. Heißt: Dort sind Außengastronomie und andere Einrichtungen weiter geöffnet. Das Alkohol-Ausschankverbot wurde von 23.00 Uhr auf 22.00 Uhr herabgesetzt.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte: „Es ist an uns allen, mit Vorsicht und der Einhaltung der Regeln dafür zu sorgen, dass das Infektionsgeschehen schnell wieder runtergeht und Öffnungen von Geschäften und der Gastronomie wieder möglich werden.

250.000 Menschen in niedersächsischen Arztpraxen geimpft

10:31
23.04.2021
Hoffnung auf schnellere Corona-Impfungen: Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Niedersachsen haben bislang 250.000 Menschen geimpft. Impfstart in den Praxen war am 7. April. Dies sei ein „sehr wichtiger Baustein für den Erfolg der Impfkampagne“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens am Freitag. „Impfen gehört zum Alltagsgeschäft in den Praxen und die Durchimpfung der breiten Bevölkerung ist von großer Bedeutung“, betonte die SPD-Politikerin. Zunächst seien die Mediziner entsprechend der geltenden Priorisierung und im Rahmen limitierter Impfstoffmengen beteiligt.

Behrens und und der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Mark Barjenbruch, riefen die Bevölkerung dazu auf, sich impfen zu lassen. „Derzeit ist der Impfstoff noch knapp, aber das wird sich in den nächsten Wochen erheblich ändern“, sagte Behrens.

Der Hausarzt Eckart Lummert aus Uetze-Hänigsen forderte derweil „mehr Impfstoff für die Praxen“. Außerdem müssten möglichst schnell weitere Ärztinnen und Ärzte eingebunden werden. Befürchtungen zu möglichen Schwierigkeiten im Umgang mit den Impfstoffdosen hätten sich dagegen schnell zerstreut.