Anders als in anderen Bundesländern wird Hamburg die Priorisierung beim Impfen mit Astrazeneca beibehalten. Man sehe keine Veranlassung, die Impfreihenfolge nach Schutzbedürftigkeit aufzuheben, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Dazu sei die Verfügbarkeit an Impfstoff noch zu gering. „Es ist nach wie vor nicht so, dass die Menge ausreicht, um den Bedarf zu decken.“ Es bleibe auch nach dem Hin und Her um die Zulassung von Astrazeneca kein Impfstoff liegen. „Deshalb halten wir an der Priorisierung fest.“
Die Hamburger CDU forderte hingegen, den Impfstoff komplett für alle Impfwilligen freizugeben. „Impfen ist der Schlüssel zur Rückkehr zur Normalität und alles, was das Impfen beschleunigt, sollte auch getan werden“, sagte der Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion, Dennis Thering. „Nachdem gestern bereits erste Bundesländer entschieden haben, die Alters- und Impfpriorisierung für Astrazeneca aufzugeben, sollte auch Hamburg diesen Schritt jetzt umgehend gehen.“