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Kapitel

Mittwoch, 21. April

Das war am Mittwoch, 21. April, wichtig

20:03
21.04.2021
Bremen und Niedersachsen:

  • Das Oberverwaltungsgericht Bremen hat die Maskenpflicht für Grundschüler vorläufig außer Kraft gesetzt. Die Richter stellten sich nicht gegen die Maßnahme an sich, sondern bemängelten eine Formulierung.
  • Niedersachsen wird im Bundesrat die Corona-Notbremse nicht blockieren. Das hat Ministerpräsident Stefan Weil angekündigt.
  • Das Gesundheitsamt Bremen hat 227 neue Infektionen gemeldet, zwei weitere Personen sind in Bremen an oder mit Covid-19 gestorben.

Deutschland und die Welt:

  • Der Bundestag hat die Bundes-Notbremse beschlossen, am Donnerstag soll der Bundesrat darüber entscheiden. In Berlin gab es zudem Demonstrationen gegen die Corona-Politik, 200 Menschen wurden festgenommen.
  • Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist um eine Check-in-Funktion erweitert worden. Damit sollen risikoreiche Begegnungen in Innenräumen besser erfasst werden.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.884 Corona-Neuinfektionen und 331 neue Todesfälle gemeldet.

Bayern gibt Astrazeneca in Arztpraxen für alle Altersgruppen frei

18:06
21.04.2021
Auch Bayern hat den Impfstoff von Astrazeneca in Arztpraxen für alle Altersgruppen freigegeben. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) teilte am Mittwochabend in München mit: „Die Priorisierung bei Astrazeneca ist ab sofort aufgehoben, der Impfstoff kann in den Arztpraxen auch Personen unter 60 Jahren angeboten werden.“ Zuvor hatten bereits Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen die gleiche Entscheidung getroffen.

Der Minister sagte weiter: „Die Ärzte kennen ihre Patienten gut und wissen, wem sie aus dem Kreis der unter 60-Jährigen unter Berücksichtigung der Vorgaben der Ständigen Impfkommission ein Impfangebot mit diesem Wirkstoff machen können - und beraten hierzu ausführlich.“ Dieses besondere Vertrauensverhältnis solle genutzt werden, „denn jede Dosis Impfstoff muss möglichst rasch verimpft werden“, betonte Holetschek.

Wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) soll der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland seit dem 31. März in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Unter 60-Jährige können sich „nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung“ weiterhin damit impfen lassen.

Jean-Pierre Fellmer