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20210418102200

Kirchen gedenken der Verstorbenen in der Corona-Pandemie

09:55
18.04.2021
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat die Gesellschaft zu einem Moment des Innehaltens inmitten der Corona-Pandemie aufgerufen. „Krankheit, Sterben und Tod lassen sich in diesem langen Jahr nicht wegdrücken, sie schneiden tief ein in das Leben vieler Menschen“, sagte der Bischof von Limburg am Sonntag in einem ökumenischen Gottesdienst in Berlin für die Verstorbenen in der Pandemie. „Tod und Sterben sind uns näher gerückt als zuvor.“ Es sei richtig, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für diesen Tag dazu einlade, innezuhalten und der vielen Toten zu gedenken.

Gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie richtet der Staat an diesem Sonntag in Berlin eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen aus. Der Bundespräsident will dabei auch den Angehörigen sein Mitgefühl aussprechen und an die vielen Menschen erinnern, die pandemiebedingt einen ähnlich einsamen Tod gestorben sind wie die Opfer des Virus. An dem Gedenkakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt werden am frühen Nachmittag fünf Hinterbliebene und die Spitzen der fünf Verfassungsorgane teilnehmen.

In Deutschland sind bis zum Sonntag nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts 79 914 Menschen an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

„Wie ein Trauma legt sich die Krisenerfahrung der Pandemiezeit auf unsere Seele und schreit nach Heilung“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, in dem ökumenischen Gottesdienst. „Für die Verarbeitung werden wir viel Zeit brauchen, erst recht unsere Kinder, unsere Heranwachsenden, für die diese Krise die Ausdehnung einer gefühlten Ewigkeit hat.“

Patrick Reichelt

Kirche warnt vor Ausschluss Nicht-Geimpfter von Gesellschaftsleben

09:28
18.04.2021
Vor einem Ausschluss noch nicht gegen das Coronavirus geimpfter Menschen vom Gesellschaftsleben hat die Landeskirche Hannovers gewarnt. „In der aktuellen Situation, in der immer mehr Menschen geimpft werden, gilt es, aufeinander Acht zu geben: Die noch nicht Geimpften mögen sich mit denen freuen, die geimpft werden konnten und einen besseren Gesundheitsschutz genießen können“, sagte der Leiter des kirchlichen Corona-Krisenstabs, Ralph Charbonnier. „Umgekehrt mögen die Geimpften im Blick behalten, dass andere noch gefährdet sind. Diese Menschen dürfen nicht ausgeschlossen werden vom gesellschaftlichen Leben.“

„Mit einem solchen wechselseitigen Blick der Achtung kommen wir besser durch die Krise“, meinte der theologische Vizepräsident des Landeskirchenamtes in Hannover. „Und es ist entscheidend, dass die Politik jenen Menschen nachhaltig hilft, die von der Pandemie besonders hart getroffen worden sind.“

Patrick Reichelt

Trotz vieler Corona-Patienten: Krankenhäuser in wirtschaftlicher Not

07:51
18.04.2021
 Trotz der starken Inanspruchnahme durch zahlreiche Corona-Patienten sehen sich die Hamburger Krankenhäuser in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das ergab eine Befragung der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft unter ihren 36 Mitgliedern. „Die Ergebnisse lassen den Rückschluss zu, dass alle Krankenhäuser weiterhin unter erheblichen wirtschaftlichen Problemen leiden“, teilte die Vereinigung mit.

Selbst die Hamburger Kliniken, die Anspruch auf staatliche Ausgleichszahlungen für coronabedingte Leerstände haben, meldeten den Angaben zufolge für das erste Quartal 2021 Erlösrückgänge von durchschnittlich 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Belegung der Betten sank um 15 Prozent. Die Ausgleichszahlungen hätten nur 81 Prozent der Erlösausfälle kompensiert. Trotz des staatlichen Rettungsschirms für 2021 bleibe die wirtschaftliche Lage angespannt. Den Defiziten könnten die Häuser nur durch Personalabbau entgegenwirken, warnte die Krankenhausgesellschaft.

Patrick Reichelt