Letztes Update:
20210418070626

Vizekanzler: Geimpften und Genesenen rasch mehr Rechte gewähren

06:20
18.04.2021
In der Debatte über die staatlichen Corona-Beschränkungen wirbt Vizekanzler Olaf Scholz dafür, dass Geimpfte und Genesene rasch genauso behandelt werden wie negativ getestete Menschen. Die genauen Regeln dazu werde die Ministerpräsidentenkonferenz noch in diesem Monat diskutieren, kündigte der SPD-Kanzlerkandidat in der „Welt am Sonntag“ an. Im Infektionsschutzgesetz finde sich dazu eine Verordnungsermächtigung, „damit wir das dann rasch umsetzen können, ohne ein weiteres Gesetz machen zu müssen“. Konkret müssten Geimpfte oder Genesene dann etwa beim Shopping oder Friseur keinen Corona-Test mehr vorweisen.

Zur geplanten Corona-Notbremse des Bundes mit den umstrittenen Ausgangsbeschränkungen ab 21.00 Uhr sagte Scholz, sicherlich werde in den laufenden Beratungen des Bundestags an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig gefeilt. „Ich erwarte aber keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem Entwurf.“ Auf die Frage, ob es bei der geplanten Ausgangssperre Ausnahmen für Spaziergänger oder Jogger geben soll, antwortete Scholz ausweichend: „Wichtig ist mir, dass es klare, einheitliche und lebensnahe Regelungen gibt. Für die privaten Kontakte, für das Einkaufen, für Ausgangsbeschränkungen, von deren Nutzen ich weiterhin überzeugt bin. Es muss für jede und jeden nachvollziehbar sein, was gilt.“

Mit dem Gesetz soll es künftig bundeseinheitliche Regelungen für Corona-Maßnahmen geben. Überschreitet die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis den Wert von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen, müssen etwa Geschäfte geschlossen werden und es greifen Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Der Bundestag muss dem aber noch zustimmen, zudem müssten die Neuerungen den Bundesrat passieren.

Patrick Reichelt

Kapitel

Samstag, 17. April

Was am Samstag, 17. April wichtig war

17:59
17.04.2021
Bremen und Niedersachsen
  • Große Teile der niedersächsischen Wirtschaft sind davon überzeugt, die Impfaktion  beschleunigen zu können. Allein beim Autozulieferer Continental könnten in Deutschland in den werksärztlichen Diensten täglich mehr als 1000 Mitarbeiter geimpft werden, auch Volkswagen wäre nach eigenem Bekunden bereit.
  • Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Bremen bleibt weiterhin stabil auf hohem Niveau. Am Samstag meldete das Gesundheitsamt 156 Neuinfektionen, 138 in Bremen und 38 in Bremerhaven. 

Deutschland und die Welt
  • 15 000 Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren gibt es im Zusammenhang mit Betrug bei Corona-Soforthilfen
  • Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als drei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilen US-Forscher mit.

Patrick Reichelt