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Griechenland will Quarantänepflicht für Touristen aufheben

11:32
15.04.2021
Für Touristen aus EU-Ländern soll von diesem Montag an die einwöchige Quarantänepflicht bei der Einreise nach Griechenland wegfallen. Dem Vorhaben der Regierung müsse am Freitag noch der Corona-Expertenstab zustimmen, berichtete am Donnerstag die Tageszeitung „Kathimerini“. Voraussetzung sei, dass die Einreisenden entweder vollständig geimpft sind oder einen aktuellen, negativen PCR-Test vorweisen können. Auch wird ein Teil der Ankommenden weiterhin per Zufallsprinzip nochmal getestet.

Im Land selbst müssen sich die Touristen dann an die geltenden Corona-Regeln halten, etwa die derzeit noch überall geltende Maskenpflicht. Ursprünglich hatte Athen geplant, den Beginn der Tourismus-Saison zum 14. Mai auszurufen und dann die Quarantäne abzuschaffen. Nun würde jedoch einfach die entsprechende Regelung nicht verlängert, die bis zum 18. April gilt, heißt es in griechischen Medien. Neben Besuchern aus der EU soll die Quarantänepflicht auch für Reisende aus Israel, den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Serbien, Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten wegfallen.

Griechische Virologen rechnen auf Basis der Virenlast in Abwasserproben damit, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Land in den kommenden Wochen weiter sinkt. Am Donnerstag hatte die griechische Gesundheitsbehörde 3089 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet - fast 1000 weniger als noch am Vortag. Noch im April soll deshalb unter anderem die Außengastronomie mit Abstandsregeln öffnen dürfen.

Max Seidenfaden

Nationale Sicherheit: London hält Zahlen über Impfstoffexporte zurück

11:10
15.04.2021
Unter Verweis auf die nationale Sicherheit verzögert die britische Regierung Angaben zu Impfstoffexporten. In einem Schreiben an die Deutsche Presse-Agentur betonte das Außenministerium in London, die Informationen seien vorhanden. Zunächst müsse aber geprüft werden, ob es im öffentlichen Interesse liege, sie zu veröffentlichen. Eine Antwort könne daher frühestens im Mai erfolgen.

Die dpa hatte in einem sogenannten Freedom of Information Request um Auskunft gebeten, wie viele Impfstoffdosen aus Großbritannien bis zum 10. März exportiert wurden und in welche Länder sie gingen. Diese Anfragen müssen in der Regel innerhalb von 20 Werktagen beantwortet werden.

Die EU hatte Großbritannien vorgeworfen, Impfstoffexporte zu blockieren, und führte unter anderem deswegen einen Exportkontrollmechanismus ein. London wies den Vorwurf zurück und bezichtigte die EU, ihrerseits mit dem Mechanismus Impfnationalismus zu betreiben. Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden allein bis Ende März mehr als 20 Millionen Dosen Impfstoff vom Kontinent nach Großbritannien geliefert. Ob und wie viele in die andere Richtung gingen, ist nicht genau bekannt. Nach EU-Angaben war es so gut wie nichts.

Beide Seiten verhandeln derzeit über eine längerfristige Lösung beim Streit um Impfstoffe. Ausgang offen.

Max Seidenfaden