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Altmaier glaubt an einen schnellen Aufschwung nach der Pandemie

10:57
15.04.2021
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) glaubt an einen schnellen Aufschwung der deutschen Wirtschaft nach der Corona-Pandemie. Trotz des langen und schweren Pandemieverlaufs mit allen Problemen sei die Wirtschaft insgesamt in einer guten und robusten Verfassung, sagte Altmaier am Donnerstag mit Blick auf die aktuelle Konjunkturprognose führender Wirtschaftsforschungsinstitute. Schon ab Mitte des zweiten Quartals werde der Erholungsprozess durch den fortschreitenden Impfprozess einen Schub bekommen. Insbesondere die deutsche Industrie sei robust. Das hänge damit zusammen, dass internationale Lieferketten in der zweiten Welle nicht zerbrochen seien.

Die Institute korrigierten ihre Konjunkturprognose nach unten. Sie erwarten nun, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 3,7 Prozent zulegt. Die Bundesregierung hatte unter dem Eindruck der zweiten Corona-Welle die Prognose auf 3,0 Prozent abgesenkt. Am 27. April will die Bundesregierung ihre sogenannte Frühjahrsprojektion vorstellen, in die auch Prognosen der Institute einfließen sollen.

Michael Rabba

Litauen will sich um Astrazeneca-Dosen aus Dänemark bemühen

10:30
15.04.2021
Nach dem Verzicht Dänemarks auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca will sich Litauen um die übrig bleibenden Dosen bemühen. „Wenn Dänemark erwägen würde, diese Mengen zu teilen, wären wir wirklich glücklich, zu denen zu gehören, die sie übernehmen würden“, sagte Regierungschefin Ingrida Simonyte am Donnerstag in Vilnius. Das baltische EU-Land habe bereits sein Interesse in Kopenhagen signalisiert. Unklar ist allerdings, ob ein solcher Handel nach den EU-Beschaffungsregeln überhaupt möglich ist.

Dänemark hatte als erstes EU-Land am Mittwoch angekündigt, vollständig auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca zu verzichten. Begründet wurde der Schritt mit sehr seltenen Fällen ungewöhnlicher Blutgerinnsel, Blutungen und niedriger Blutplättchenzahlen.

Noch sei unklar, wie viele Dosen Litauen aus Dänemark erhalten könnte, sagte Simonyte der Agentur BNS zufolge. Sie habe aber keinen Zweifel daran, dass es in Litauen Menschen geben wird, die sich mit dem Astrazeneca-Mittel impfen lassen wollen.

Neben Litauen beabsichtigt auch das benachbarte Lettland, sich um die nicht mehr verwendeten Astrazeneca-Impfstoffe Dänemarks zu bemühen. „Wir werden uns mit Dänemark in Verbindung setzen, um herauszufinden, wie wir uns um diese Impfstoffe bewerben können“, twitterte Gesundheitsminister Daniels Pavluts. 

Max Seidenfaden

Spahn zum Sommer: „Bis zur Nordsee wird man sicher kommen“

10:24
15.04.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet trotz Rückschlägen bei den Impfstoffen von Astrazeneca und Johnson & Johnson, dass bis zum Ende des Sommers weiterhin jeder Impfwillige eine Corona-Impfung bekommen kann. Der CDU-Politiker verwies am Donnerstag in Berlin auf erwartete 50 Millionen Dosen von „Hauptlieferant“ Biontech/Pfizer im laufenden zweiten Quartal. „Das gibt schon mal viel Trittsicherheit auch mit diesem Impfstoff in einer sehr verlässlichen Liefersituation.“

Die Geschwindigkeit beim Impfen nehme zu und werde weiter zunehmen, versprach Spahn. Er sei weiterhin „Stand heute, mit allem, was wir haben und erwarten dürfen, sehr sehr sicher, dass wir im Sommer werden alle impfen können.“

Zu den allgemeinen Aussichten für den Sommer gefragt, zeigte sich der Minister vorsichtig optimistisch. „Ob dann gleich schon wieder alle bis zu den Seychellen fliegen müssen, weiß ich nicht. Bis zur Nordsee wird man sicher kommen.“ Die Frage sei jetzt, wie gut es gelinge, die dritte Welle zu brechen. „Gleichzeitig bin ich sehr, sehr zuversichtlich, dass wir im Sommer mit dem, was die Impfkampagne jetzt auch hergibt in der weiteren Entwicklung eine deutlich andere Lage haben. Unbedingt.“

Michael Rabba