Wegen behördlich angeordneter Quarantäne in der Corona-Pandemie hat das Land Niedersachsen bislang Verdienstausfälle in Höhe von rund 28 Millionen Euro erstattet. Das hat das Gesundheitsministerium in Hannover auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. Allerdings wurde bisher nur rund ein Drittel der etwa 30.000 Anträge bewilligt und ausgezahlt. Über einen Teil der Anträge sei noch nicht entschieden worden, weil Angaben oder Nachweise fehlten, erklärte das Ministerium.
Bei etlichen Anträgen lagen die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erstattung demnach jedoch schlicht nicht vor. Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2020 und das erste Quartal 2021, wobei die Zahlen für den Jahresbeginn noch vorläufig sind.
Arbeitnehmer, die wegen Corona in Quarantäne gehen müssen und nicht arbeiten können, bekommen in den ersten sechs Wochen ihren Lohn weiter ausgezahlt. Auch Selbstständige oder Beschäftigte, die sich wegen Schulschließungen um ihre Kinder kümmern müssen, haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Entschädigung. Die Arbeitgeber können sich die Vorleistungen allerdings vom Staat erstatten lassen.
Bundesweit wurden einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zufolge bislang mindestens 750 000 Anträge auf Entschädigung gestellt und mindestens 150 Millionen Euro an die Antragsteller ausgezahlt.