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20210412201517

Johnson & Johnson startet mit Lieferung von Corona-Impfstoff in EU

11:20
12.04.2021
 Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten. Der Hersteller beginne am Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, bestätigte die EU-Kommission in Brüssel. Sie erwartet bis Ende Juni bis zu 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen Deutschland und andere Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird. Die belgische Impf-Taskforce bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass bereits für Montag 36 000 Impfdosen von Johnson & Johnson in Belgien erwartet würden.

Vorige Woche hatte die EU-Arzneimittelagentur EMA mitgeteilt, dass sie Fälle von Thrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson prüfe. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die Behörde betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

Max Seidenfaden

Weil betont Notwendigkeit von Notbremse in Corona-Regeln

11:02
12.04.2021
Vor Festlegung bundesweit verbindlicher Corona-Regeln für Hotspots hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die Notwendigkeit einer Notbremse betont. Er halte das System, das Niedersachsen bereits konsequent umgesetzt habe, für richtig, sagte Weil am Montag in Hannover. Insofern sehe er in den in der Abstimmung befindlichen Bundesregeln keine Beschränkung der Landeskompetenz, politisch-inhaltlich habe er da kein besonderes Störgefühl. Da Niedersachsen teils ohnehin bereits strengere Regeln erlassen habe als zwischen Bund und Ländern vereinbart, gebe es im Land keinen großen Veränderungsbedarf.

„Mir war immer daran gelegen, dass wir zwischen Bund und Ländern abgestimmte Regelungen haben, die aber auch auf unterschiedliche Situationen eingehen“, sagte Weil. „Diese Notbremse ist ja Teil eines Stufenplans, den Bund und Länder miteinander besprochen haben.“ Von bundesweit verbindlichen Regelungen verspreche er sich Rechtssicherheit beim Thema nächtliche Ausgangssperren. Das Land hatte sie für Hotspots angeordnet. Nach einem Eilentscheid des Oberverwaltungsgerichts hatte die Region Hannover die zuvor verhängte Ausgangssperre aber wieder aufgehoben.

Max Seidenfaden