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20210410065316

Kommunen fordern mehr Geld vom Land für Tests von Kita-Beschäftigten

13:24
09.04.2021
Die niedersächsischen Kommunen fordern vom Land mehr Geld für Coronatests von Kita-Beschäftigten. „Die Kitas sind wichtiger Indikator für die Weiterverbreitung des Virus“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages, Hubert Meyer. „Weil der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, muss gerade dort konsequent getestet werden.“ Das Land solle sich stärker an der Finanzierung der Coronatests beteiligen, forderte Meyer. Mit 50 Prozent Kostenbeteiligung bleibe Niedersachsen bei der finanziellen Unterstützung der Kommunen deutlich hinter anderen Bundesländern zurück.

Am Freitag hatte das Kultusministerium mitgeteilt, dass von Montag an zwei Laien-Selbsttests pro Woche hälftig von den Kita-Trägern und dem Land für das Kita-Personal übernommen werden sollen. „Dabei sind wir mit den Testungen wieder einen erheblichen Schritt weitergekommen“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). „Es gibt damit ein Mehr an Sicherheit.“ 

Jean-Pierre Fellmer

Städtetag: Modellkommunen verständigen sich auf Start ab 15. April

13:10
09.04.2021
Die zwölf verbliebenen Modellkommunen zur Öffnung von Innenstädten in der Corona-Pandemie haben sich laut dem Niedersächsischen Städtetag (NST) auf einen frühestmöglichen Starttermin verständigt. „Das wäre der 15. April“, sagte NST-Hauptgeschäftsführer Jan Arning der Deutschen Presse-Agentur nach einer Gesprächsrunde mit den Modellkommunen am Freitag. Einzelne Modellkommunen wollen demnach noch am 16. oder 17. April nachziehen. Wer genau blieb zunächst unklar - die Mehrheit der Modellkommunen peile aber einen Start am 15. April an, sagte Arning.

Der Hauptgeschäftsführer betonte aber, dass der Starttermin unter Vorbehalt der weiteren Entwicklung auf Bundesebene stehe. Am Freitag war bekannt geworden, dass Bund und Länder das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren nachschärfen wollen. Ziel sei es, bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen, sagte eine Regierungssprecherin in Berlin.

Was das für die Modellprojekte in Niedersachsen bedeute, sei noch nicht absehbar, sagte Arning. „Mit dieser Ungewissheit kann niemand einen Modellversuch starten.“ Ob und welche Ausnahmeregelungen möglicherweise für die Modellkommunen gelten könnten, sei voraussichtlich frühestens Anfang der nächsten Woche erkennbar. Für den Fall, dass das neue Recht vorsehe, die Modellprojekte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 abzubrechen, könne in Niedersachsen damit nicht gestartet werden. Dies sei weder den Kommunen, noch den teilnehmenden Betrieben und Kultureinrichtungen zuzumuten, sagte er.

Jean-Pierre Fellmer

WHO: Keine Empfehlung für Impfung mit zwei verschiedenen Vakzinen

13:00
09.04.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht keine Empfehlung für sogenannte Kreuzimpfungen gegen das Coronavirus aus. Es lägen noch keine ausreichenden Daten für mögliche Risiken einer ersten Impfdosis mit Astra-Zeneca und einem anderen Mittel als Zweitimpfung vor, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Harris bezog sich bei ihren Aussagen auf eine vorläufige Empfehlungen eines WHO-Expertengremiums von Februar. Demnach solle vorläufig das gleiche Produkt für beide Teilimpfungen gespritzt werden. Die Experten forderten weitergehende Forschungen, um die Mischung von Vakzinen zu überprüfen.

In Deutschland gibt es eine gewissen Druck, genau solche Kreuzimpfungen vorzunehmen. Der Grund: Seit kurzem bekommen Menschen unter 60 den Astra-Zeneca -Impfstoff wegen Thrombosegefahr nicht mehr gespritzt. 

Jean-Pierre Fellmer