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20210407200612

Corona-Varianten: EU-Kommission gibt 123 Millionen Euro für Forschung

18:09
07.04.2021
Im Kampf gegen gefährliche Coronavirus-Varianten stellt die EU-Kommission der Forschung 123 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld aus dem Forschungsprogramm „Horizont Europa“ solle dafür sorgen, dass den kurz- bis mittelfristigen Bedrohungen durch Mutanten begegnet werden könne, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

„Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um für die Zukunft gerüstet zu sein, von der Früherkennung der Varianten bis zur Durchführung und Koordinierung klinischer Studien für neue Impfstoffe und Behandlungsmethoden“, sagte die zuständige EU-Kommissarin Marija Gabriel.

Konkret soll das Geld beispielsweise für die Weiterentwicklung vielversprechender Behandlungs- oder Impfstoffkandidaten genutzt werden. Auch solle die Infrastruktur etwa für einen schnelleren Datenaustausch von Forschern gefördert werden. Anträge dafür können vom 13. April bis zum 6. Mai 2021 eingereicht werden.

Michael Rabba

Bayern sichert sich Sputnik-Impfstoff

16:39
07.04.2021
Bayern sichert sich noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V Millionen Dosen des Mittels. Der Freistaat werde am Mittwoch einen Vorvertrag mit einer Produktionsfirma im schwäbischen Illertissen unterzeichnen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München an. Nach der Zulassung soll der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit den Antrag auf Zulassung von Sputnik V in der EU.
„Bislang war es die Absprache zwischen Bund und Ländern, dass der Bund den Impfstoff beschafft und gerecht auf die Länder verteilt, während die Länder für das Impfen vor Ort zuständig sind. Ich halte das auch immer noch für das richtige Vorgehen, weil nur so ein Windhund-Rennen um knappe Ressourcen vermieden werden kann“, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) kritisierte Bayerns Vorpreschen scharf: „Wir benötigen jeden zugelassenen Impfstoff händeringend. Was wir nicht brauchen, sind egoistische und unsolidarische Alleingänge einzelner Bundesländer“, sagte sie dem WESER-¬KURIER.

Michael Rabba