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20210406085140

Anhaltend hohe Corona-Neuinfektionen in Indien

08:24
06.04.2021
Nach den letzten Rekord-Corona-Neuinfektionen in Indien bleiben die Infektionszahlen anhaltend hoch. Es wurden zuletzt knapp 97 000 Fälle erfasst, wie aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Dienstag hervorgeht. Am Montag wurden mehr als 103 000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Es wird befürchtet, dass die Infektionszahlen in dem Riesenland weiter deutlich steigen werden.

Die Gründe dafür sind, dass viele wieder Menschen so leben, als gebe es keine Pandemie mehr. Auch ansteckendere Virusmutanten könnten eine Rolle spielen. Es gibt zurzeit Parlamentswahlen in mehreren Bundesstaaten mit großen Wahlveranstaltungen. Zudem strömen Hunderttausende Inder zum großen Pilgerfest Kumbh Mela zum heiligen Fluss Ganges - oft ohne Masken, wie Aufnahmen vor Ort zeigen.

Indien stellt selbst zwar Impfstoffe in Massenproduktion her, aber die Impfkampagne liegt klar hinter dem von der Regierung angestrebten Ziel zurück, bis Sommer 300 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Menschen im Land impfen zu lassen. Bislang wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit dem Impfstart im Januar 83 Millionen Dosen verabreicht.

Max Seidenfaden

Astrazeneca-Vakzin: Britische Medizin-Behörde prüft Thrombose-Fälle

07:53
06.04.2021
 Die britische Arzneimittelbehörde untersucht Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Gehirn nach einer Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca. Das teilte die Medicines and Healthcare Regulatory Agency (MHRA) am Dienstag mit. Zuvor hatte es einen Medienbericht gegeben, wonach die Behörde erwägt, das Präparat nicht mehr für unter 30-Jährige zu empfehlen.

„Unsere gründliche und detaillierte Untersuchung zu Berichten von sehr seltenen und spezifischen Arten von Blutgerinnseln mit einer geringen Anzahl an Blutplättchen nach einer Impfung mit Astrazeneca wird fortgeführt, sagte MHRA-Chefin June Raine der Mitteilung zufolge. Eine regulatorische Entscheidung sei noch nicht gefallen, betonte sie jedoch. Die Behörde rief dazu auf, Impftermine weiterhin wahrzunehmen.

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegen der Thrombose-Fälle, die vor allem bei jungen Frauen auftraten, beschlossen, das Präparat in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre zu verabreichen - für jüngere Menschen ist eine Impfung damit nur nach Aufklärung über die Risiken auf eigene Gefahr möglich.

Max Seidenfaden