Letztes Update:
20210406171136
Kapitel

Montag, 5. April

Das war am Montag, 5. April, wichtig

18:36
05.04.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Polizei in Bremerhaven hat am Osterwochenende 78 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen geahndet. Auch in in den Kreise Cloppenburg und Vechta kam es zu dutzenden Verstößen. 
  • Rund 100 Anhänger der "Querdenken"-Bewegung protestierten an der Bürgerweide gegen die Corona-Politik der Bundesregierung.
  • Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen ist bundesweit deutlich angestiegen. In Bremen waren am Montag nur noch 17 von 170 Intensivbetten frei.

Deutschland und die Welt:


Sarah Haferkamp

Erneut mehr als 40.000 Corona-Neuinfektionen in Türkei

17:19
05.04.2021
Das türkische Gesundheitsministerium hat rund 43.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. Die Zahl lag damit am Montag den vierten Tag in Folge über der Marke von 40.000. Zudem wurden 193 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19 registriert, wie das Ministerium mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist besonders in der Millionenmetropole Istanbul hoch. Sie lag zuletzt bei rund 590 Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche.

Das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern hatte die Corona-Beschränkungen Anfang März teilweise aufgehoben – seitdem steigen die Fallzahlen rapide. Inzwischen gelten wieder strengere Maßnahmen in bestimmten Regionen, wie Ausgangssperren am Wochenende. Restaurants und Cafés sollen aber erst zu Beginn des Fastenmonats Ramadan Mitte April wieder geschlossen werden.

Laschet will „Brückenlockdown“ im April

16:09
05.04.2021
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich angesichts der dritten Corona-Welle für einen harten und kurzen Lockdown im April ausgesprochen. Mit einem solchen „Brückenlockdown“ müsse die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien, sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Montag nach einem Besuch des Impfzentrums der Städteregion Aachen gemeinsam mit dem Präsidenten der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx. Vor diesem Hintergrund sprach sich Laschet für ein Vorziehen der für den 12. April geplanten Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder auf die kommenden Tage aus.

Die Lage erfordere es, „dass wir nochmal in vielen Bereichen nachlegen und uns Richtung Lockdown bewegen“, sagte Laschet. Er sei sich bei seiner Einschätzung mit vielen Ministerpräsidenten, der Kanzlerin und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einig. Es seien nun mehr Tempo und klare Entscheidungen notwendig. Die Runde der Ministerpräsidenten mit Merkel müsse in dieser Woche in Präsenz tagen. „Wir dürfen nicht wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz erleben wie beim letzten Mal. Mit stundenlangen Diskussionen, mit stundenlangen Auszeiten.“

Gebraucht würden weniger private Kontakte, sagte Laschet mit Blick auf seine Forderung nach einem „Brücken-Lockdown“. Das könnten auch Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden bedeuten. Diese seien ein effektives Mittel, um Kontakte im privaten Raum zu reduzieren. Zudem müsse man sich auf das Notwendige bei Kitas- und Schulen fokussieren - bei gleichzeitiger Absicherung durch flächendeckende und eng getaktete Tests.

Sarah Haferkamp