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20210404175302

In Italien werden Kirchen und Museen zu Impfstationen

17:31
04.04.2021
Italien hat bei seinen ehrgeizigen Plänen zur Beschleunigung der Corona-Impfkampagne auch ungewöhnliche Orte wie Kirchen und Museen eingebunden. Wie die Zeitung „Corriere della Sera“ am Sonntag berichtete, würden in Venedig ab Montag Menschen auf einem umgebauten Vaporetto, einem Wassertaxi, geimpft. Es werde an einem bestimmten Ort anlegen, um die über 80-Jährigen zu immunisieren.

In Monza in der Lombardei würden an zwei Wochenenden auch Räumlichkeiten an der Tribüne der Motorsport-Rennstrecke genutzt. Im süditalienischen Neapel wiederum machten mehrere Museen mit, wie es hieß. Die Geimpften hätten die Ruhezeit nach der Spritze dort teilweise zwischen Gemälden verbringen können. Auf der Insel Sizilien lief gerade eine Impfaktion in zahlreichen katholischen Kirchen und Pfarreien. Sizilianer konnten an kirchlichen Ritualen teilnehmen und sich dabei gleich immunisieren lassen. Dafür hatten die Region und Kirchenvertreter extra eine Übereinkunft geschlossen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb.

Max Seidenfaden

Mehrere Impfzentren in erzwungener Osterruhe

17:14
04.04.2021
Mehrere Impfzentren in Niedersachsen haben wegen fehlender Corona-Impfstoffe über die Ostertage pausieren müssen. So stand am Ostersonntag auch das Impfzentrum in Hildesheim still. Vor dem Fest hatte eine stichprobenartige Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben, dass unter anderem in Wolfsburg, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Göttingen, Herzberg und Brake von Karfreitag bis Ostermontag nicht geimpft wird.

Der Corona-Krisenstab des Landes hatte zuletzt erklärt, gut ein Dutzend Impfzentren lasse den Betrieb über Ostern ruhen. Grund sei, dass es nicht genügend Impfstoff gebe. Nach Ostern soll Niedersachsen laut Zusage des Bundes wöchentlich etwa 215 000 Impfdosen bekommen.

Max Seidenfaden

Corona-Kontrollen im Ausflugsverkehr an der Nordseeküste

16:48
04.04.2021
Das kühle graue Osterwetter hat am Sonntag die Ausflugslust der Niedersachsen gebremst. Trotzdem waren aber gerade an der Nordseeküste an vielen Orten Polizeistreifen unterwegs, um die jeweils geltenden Corona-Regeln durchzusetzen. In Dangast am Jadebusen waren Tagesausflügler willkommen, doch der große Parkplatz war nur halb gefüllt. Am Strand hielten Spaziergänger weiten Abstand von einander. Die Polizei fuhr etwa alle zehn Minuten Streife durch den kleinen Ferienort.

Auch in und um Cuxhaven wurde kontrolliert, weil die Stadt und einige Teilen des Landkreises für Tagesgäste gesperrt sind. Viele Bürger hätten bei der Polizei angerufen, ob sie denn kommen dürften, sagte ein Sprecher. Sie seien auf die Verbote hingewiesen worden.

Zu den gesperrten Orten gehörten die Kutterhäfen Wremen und Dorum. Am sonnigen Samstag leitete die Polizei dort 40 Bußgeldverfahren ein - vor allem gegen die Fahrer von Wohnmobilen, denn auch Übernachtungen waren verboten. Im Landkreis Wittmund in Ostfriesland verstießen nach Polizeiangaben fast 30 Fahrer von Wohnmobilen gegen die Regeln.

Max Seidenfaden