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1206 gemeldete Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen

09:46
03.04.2021
Das Landesgesundheitsamt hat am Samstag 1206 Corona-Neuinfektionen für Niedersachsen gemeldet. Das sind weniger als am selben Tag vor einer Woche (1573). Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen ist an Wochenenden und Feiertagen regelmäßig niedriger als an normalen Werktagen. Grund hierfür sind verzögerte Meldungen der Behörden.

Die landesweite Inzidenz wurde mit 109,1 angegeben, vor Wochenfrist betrug sie 114. Die Inzidenz gibt an, wie viele Ansteckungen es pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gab. Vier Menschen starben innerhalb eines Tages mit oder an Covid-19 - damit stieg die Zahl der Corona-Toten in Niedersachsen auf 4900.

Die regional höchsten Werte verzeichneten die Stadt Salzgitter (246,4) und der Kreis Cloppenburg (214,4). Über 150 lagen auch die Kreise Gifhorn, Leer, Oldenburg, Peine und Vechta sowie die Stadt Delmenhorst.

Jan-Felix Jasch

Bundesagentur will bei Impfung von Arbeitslosen helfen

09:11
03.04.2021
Die Bundesagentur für Arbeit hat sich zur Mithilfe bei Corona-Impfungen von Arbeitslosen bereit erklärt. „Wir beschäftigen rund 300 Ärzte, die sonst für die Untersuchung der Arbeitslosen da sind. Hinzu kommen die vertraglich gebundenen Betriebsärzte. Wir sind in der Fläche breit vertreten und könnten hier richtig Strecke machen“, sagte Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld der „Rheinischen Post“ (Samstag) aus Düsseldorf.

Schönefeld sagte, die Agentur wolle baldmöglichst ihren etwa 100 000 Beschäftigten eine Impfung anbieten. Sollte es gewünscht werden, könnte man auch Arbeitslose impfen. „Wir werden uns in solch einer Situation keiner unkonventionellen Lösung verschließen, wenn wir gebraucht werden.“ Im März waren in Deutschland etwa 2,8 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.

Jan-Felix Jasch

Astrazeneca: Britische Behörde meldet sieben Tote nach Blutgerinnseln

08:13
03.04.2021
Nach mehr als 18 Millionen Impfungen mit Astrazeneca hat es in Großbritannien nach Angaben der Arzneimittelbehörde sieben Todesfälle wegen seltener Blutgerinnsel gegeben. Es sei jedoch nicht klar, ob diese Nebenwirkungen des Impfstoffs oder durch Zufall zeitnah aufgetreten seien, sagte die Chefin der britischen Behörde, June Raine, der BBC. „Die Vorteile, eine Covid-19-Infektion und ihre Komplikationen zu verhindern, überwiegen weiterhin jegliche Risiken und jeder sollte sich impfen lassen, wenn er eingeladen wird.“

Zuvor hatte die Behörde bei denn 30 Fälle seltener Blutgerinnseln bei den 18,1 Millionen Astrazeneca-Impfungen (Stand: 24. März) gemeldet. Es seien 22 Fälle der auch in Deutschland aufgetretenen Hirnvenenthrombosen und acht andere Arten von Thrombosen gemeldet worden. Auch hierbei sei jedoch der Zusammenhang unklar.

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag beschlossen, dass das Präparat von Astrazeneca in der Regel nur noch Menschen ab 60 gespritzt werden soll - außer jüngere wollen es nach Klärung mit dem Arzt auf eigenes Risiko. Hierzulande waren bis Anfang der Woche 31 Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung gemeldet worden, wie das Paul-Ehrlich-Institut kürzlich berichtete. Bislang haben rund drei Millionen Menschen eine erste Dosis des Mittels bekommen. Das bedeutet, dass es in Deutschland bezogen auf eine Million Geimpfte wesentlich häufiger einen Verdacht auf Hirnvenenthrombose gab als in Großbritannien. Über die Gründe dafür kann nur spekuliert werden.

Jan-Felix Jasch