Letztes Update:
20210403061744

Corona-Lage in Italien bessert sich leicht

18:17
02.04.2021
 Nach mehreren Wochen mit strengeren Corona-Regeln hat sich die Pandemie-Lage in Italien weiter leicht verbessert. Die Infektionskurve sinke, aber sie sinke sehr langsam, hieß es am Freitag im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom. Den Experten zufolge sank die landesweite Inzidenz in den sieben Tagen vom 22. bis 28. März auf rund 232 Fälle je 100 000 Einwohner. Zuvor hatte der Wert bei 240 gelegen.

Weiter beunruhigt sind die Gesundheitsexperten wegen der hohen Patientenzahlen in den Krankenhäusern. Ab Dienstag sollen jedoch weitere Regionen, darunter Venetien und die autonome Provinz Trient, von der strengsten Roten Zone in die mittelstrenge orangefarbene fallen, wie es aus dem Ministerium hieß. Über die Osterfeiertage vom 3. bis 5. April gelten landesweit die Regeln der Roten Zone.

In der Impfkampagne will Italien seinem Ziel von 500 000 verabreichten Impfungen am Tag näher kommen. Zuletzt habe man den Tageswert von 280 000 Vakzin-Dosen überschritten, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza in einem Zeitungsinterview. Seit Pandemiebeginn verzeichneten die Behörden fast 110 000 Tote mit dem Coronavirus und mehr als 3,607 Millionen Corona-Infektionen.

Max Seidenfaden

Intensivmediziner: Stationen könnten in vier Wochen voll sein

17:43
02.04.2021
Der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, warnt vor einer Überfüllung von Deutschlands Intensivstationen wegen der Corona-Pandemie innerhalb von vier Wochen. „Seit Mitte März sind unterm Strich 1000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäusern gelandet. Wenn sich diese Geschwindigkeit fortsetzt, sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt“, sagte Karagiannidis der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Aktuell seien noch 1500 Intensivbetten für Covid-Patienten frei.

Karagiannidis, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) ist, sagte: „Wir malen keine Schreckensbilder, unsere Warnungen sind von den Zahlen gedeckt. Es braucht jetzt dringend einen harten Lockdown für zwei Wochen, verpflichtende Tests an Schulen zweimal in der Woche und deutlich mehr Tempo bei den Impfungen in den Zentren und Arztpraxen.“

Der neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, kritisierte in der „Rheinischen Post“ solche Warnungen: „Ich bin auch davon überzeugt, dass die Schreckensszenarien, die aus dem Bereich der Intensivmedizin seit Tagen verbreitet werden, weder in der Politik noch in der Bevölkerung zu den damit wahrscheinlich beabsichtigten Reaktionen führen werden.“

Jan-Felix Jasch

Regierung wählt Städte für Öffnungsmodell aus

17:08
02.04.2021
Niedersachsens Landesregierung will am Samstag in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden entscheiden, welche Städte nach Ostern Geschäfte, Straßencafés und Kultureinrichtungen öffnen dürfen. Ausgewählt werden im Rahmen sogenannter Modellprojekte rund 25 Kommunen - beworben hatten sich 65 Orte, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Kommune eine Corona-Inzidenz von unter 200 aufweist. Mittels negativer Corona-Tests und digitaler Kontaktnachverfolgung mit der Luca-App sollen „sichere Zonen“ entstehen, in denen das öffentliche Leben möglich sein soll. Im baden-württembergischen Tübingen war die Inzidenz im Rahmen eines ähnlichen Modellprojekts deutlich gestiegen.

Max Seidenfaden