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35 000 Arztpraxen starten nach Ostern mit Corona-Impfungen

13:21
01.04.2021
Die Corona-Impfungen sollen in der Woche nach Ostern auch in bundesweit 35 000 Hausarztpraxen starten und dort allmählich hochgefahren werden. „Das wird noch kein großer Schritt sein, aber ein wichtiger“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin. Für die erste Woche haben die Praxen demnach 1,4 Millionen Dosen bestellt. Geliefert werden sollen entsprechend der Planungen von Bund und Ländern 940 000 Dosen. Daneben bekommen die Impfzentren der Länder 2,25 Millionen Dosen pro Woche. Später sollen auch Fachärzte, Privatärzte und Betriebsärzte mitimpfen.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sagte: „Zu den 430 Impfzentren, die wir bisher haben, kommen nach Ostern 35 000 weitere dazu, und das ist kein Aprilscherz.“ Die Bereitschaft sei extrem groß. Er sei zuversichtlich, dass es trotz zunächst geringer Impfstoffmengen einen guten professionellen Start in den Praxen geben werde. „Die Kolleginnen und Kollegen können das.“ Angesichts von zuletzt insgesamt 87 000 impfenden Praxen zeige sich das Riesenpotenzial, eine Größenordnung von mehreren Millionen Dosen zu erreichen und damit im Kampf gegen die Pandemie Tritt zu fassen.

Jean-Pierre Fellmer

65 Kommunen wollen Öffnungen nach Ostern

12:31
01.04.2021
Im Rahmen von Modellprojekten will Niedersachsens Landesregierung in ausgewählten Kommunen nach Ostern weitreichende Corona-Lockerungen ermöglichen. 65 Orte haben sich dafür nun offiziell beworben, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag sagte. Ausgewählt werden sollen rund 25 Kommunen - welche, entscheidet die Landesregierung am Samstag in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden.

Mittels negativer Corona-Tests bei Mitarbeitern und Besuchern sollen Geschäfte, Theater und Kinos, Galerien und Museen, Fitnessstudios und Straßencafés in den Modellkommunen als „sichere Zonen“ öffnen können. Die Corona-Verordnung des Landes ermöglicht das vom 6. April an. Mehrere Bewerber haben aber bereits angekündigt, dass sie mehr Vorbereitungszeit benötigten. So bereitet sich die Landeshauptstadt Hannover für den Fall einer Zusage auf den 12. April vor.

Sollte es im Rahmen der Projekte zu Ansteckungen mit dem Virus kommen, soll die App Luca die digitale Kontaktnachverfolgung erleichtern. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Projekt ist, dass der Corona-Inzidenzwert der Kommune unter 200 liegt.

Im baden-württembergischen Tübingen steht bei einem ähnlichen Modellprojekt mittlerweile ein vorzeitiges Ende im Raum, weil die Infektionen seit dem Beginn vor zwei Wochen stark zugenommen haben.

Jean-Pierre Fellmer