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Bundespolizei kontrolliert Test von Urlaubsrückkehrern an Flughafen

13:01
30.03.2021
Die Bundespolizei kontrolliert seit Dienstag an den Flughäfen die vorgeschriebenen negativen Corona-Testbescheide von Urlaubsrückkehrern. Allein am Frankfurter Flughafen war das nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei bei mehr als 100 Flügen aus dem Schengen-Raum der Fall. Bei Reisenden, die aus Drittstaaten außerhalb der EU ankommen und die Passkontrolle passieren müssen, hatte die Bundespolizei schon vorher kontrolliert, ob Reisende einen negativen Coronatest vorweisen konnten. Nun ging es insbesondere um Urlaubsrückkehrer, die die Osterferien zu einer Reise genutzt hatten. So wurde am Dienstagnachmittag ein Urlauberflug aus Palma de Mallorca kontrolliert. Beanstandungen gab es bei keinem der Reisenden, sagte der Sprecher.

Die seit Mitternacht geltende Testpflicht für Urlauber soll vorerst bis einschließlich 12. Mai gelten. Wer der Fluggesellschaft keinen Nachweis über ein negatives Ergebnis vorlegen kann, darf nicht in die Maschine einsteigen. Und wer positiv getestet wird, muss im Urlaubsgebiet bleiben und in einem Hotel in Quarantäne gehen.

Da die Einführung der Testpflicht um einige Tage verschoben worden war, hatten Fluglinien und Reiseveranstalter nach Einschätzung der Bundespolizei ausreichend Zeit, sich auf die neuen Regeln vorzubereiten. „Es war ein bisschen eng, aber am Ende ging alles gut“, sagte ein Mallorca-Rückkehrer am Frankfurter Flughafen, der sich in einem Krankenhaus auf der Urlauberinsel hatte testen lassen. „Am Flughafen waren alle Termine schon auf Tage ausgebucht.“

Eine Sprecherin der Fluglinie Condor sagte, in Urlaubsgebiete wie etwa die Malediven seien wegen der dezentralen Struktur dort Testkits geflogen worden. „Am Flughafen waren tatsächlich 30 Passagiere, die noch keinen Test vorgenommen hatten und nach negativem Testergebnis die Rückreise antreten konnten.“

Michael Rabba

Charité weitet Astrazeneca-Stopp aus

12:37
30.03.2021
Nach den Berliner Impfzentren stoppt nun auch die Berliner Universitätsklinik Charité bis auf Weiteres alle Impfungen bei unter 60-Jährigen mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca. „Wir werden uns der Ankündigung von Frau Kalayci anschließen“, teilte Charité-Sprecherin Manuela Zingl am Dienstag mit.

Zunächst hatte die Charité die Impfungen nur für Frauen unter 55 gestoppt. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte später angekündigt, das Land Berlin stoppe die Impfungen bei Menschen unter 60 unabhängig vom Geschlecht. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme. In Deutschland waren nach Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca Hirnvenenthrombosen bei Frauen bekannt geworden.

Michael Rabba

Österreich will Corona-Impfstoff Sputnik V aus Russland einsetzen

12:16
30.03.2021
Österreich verhandelt mit Russland über die Lieferung von Impfdosen des in der EU noch nicht zugelassenen russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. Bundeskanzler Sebastian Kurz bestätigte die Verhandlungen. „Beim Impfstoff darf es keine geopolitischen Scheuklappen geben“, sagte er am Dienstag. „Das Einzige, was zählen darf, ist, ob der Impfstoff wirksam und sicher ist, nicht, woher er kommt.“

Es geht um insgesamt eine Million Dosen, von denen bereits im April 300 000 geliefert werden sollten. Eine Kaufentscheidung sei aber noch nicht getroffen worden, betonte das Kanzleramt. „Wenn Österreich eine Million Impfdosen zusätzlich bekommt, wäre eine frühere Rückkehr zur Normalität möglich, und wir können viele Menschenleben sowie Arbeitsplätze retten“, sagte Kurz.

Man prüfe aktuell alle Möglichkeiten, um möglichst rasch an weitere Impfdosen zu kommen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). „Klar ist: Jeder in Österreich eingesetzte Impfstoffe muss wirksam und sicher sein“, fügte er hinzu.

Jan-Felix Jasch