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20210330070351

Ruhige erste Nacht mit Ausgangssperre in Bremerhaven

06:32
30.03.2021
In Bremerhaven ist die erste Nacht mit der coronabedingten Ausgangssperre ruhig verlaufen. Die Polizei habe nur stichprobenartig kontrolliert, berichtete das Regionalmagazin „buten un binnen“ am Dienstagmorgen. Wenn Menschen auf den Straßen unterwegs waren, waren sie meist auf dem Weg zur Arbeit.

Der Magistrat hatte die Beschränkungen am Montag beschlossen. Weil die Verordnung am Dienstag um 0 Uhr in Kraft trat, galt die Ausgangssperre sofort bis 5 Uhr morgens. „Man muss der Bevölkerung ja auch Gelegenheit geben, die Verordnung zur Kenntnis zu nehmen“, sagte ein Polizeisprecher. In den kommenden Tagen bis zum 18. April müssen die Bürger jeweils nachts zwischen 21 Uhr und 5 Uhr zuhause bleiben.

Das Robert Koch-Institut verzeichnete am Dienstag für Bremerhaven eine Inzidenz von 251,7 Neuansteckungen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Jan-Felix Jasch

DGB fordert Testpflicht für Unternehmen

05:50
30.03.2021
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat eine bundesweite Pflicht für Betriebe gefordert, ihren Mitarbeitern Corona-Tests anzubieten. „Die Selbstverpflichtung allein reicht nicht. Viel zu viele Arbeitgeber weigern sich immer noch, ihrer Verantwortung gerecht zu werden“, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Testangebote müssten verpflichtend sein, die Kosten müssen die Arbeitgeber tragen, verlangte Hoffmann. Für die Beschäftigten sollten die Tests aber weiterhin freiwillig sein, betonte der DGB-Chef.

Jan-Felix Jasch

Städtetag verteidigt Öffnungsschritte bei Kopplung an Negativtests

05:13
30.03.2021
Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung, hat bestehende Öffnungsschritte trotz steigender Corona-Infektionszahlen verteidigt. Neue Lockerungen seien angesichts der angespannten Lage in der Pandemie nicht zu verantworten, sagte Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). „Aber wenn Länder bestehende Lockerungen an Negativtests knüpfen, ist das ein ernstzunehmender Versuch“, betonte der Städtetagspräsident, der auch Oberbürgermeister von Leipzig ist. „Solange Menschen, die negativ getestet sind, Möbel oder Kleidung einkaufen, sollte das vertretbar sein.“

Jung mahnte zugleich ein besseres Miteinander von Bund und Ländern an, um das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Sonntag angesichts von Öffnungsstrategien die Möglichkeit ins Spiel gebracht, mehr Kompetenzen auf den Bund zu übertragen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund verlangte unterdessen mehr Flexibilität beim Impfen. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, forderte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag), die Reserven für die Zweitimpfung abzubauen und unkomplizierte Nachrückerlisten einzuführen, wenn Impftermine nicht wahrgenommen werden. „Die Impfdosen gehören in die Arme und nicht in die Kühlschränke.“ Der Impfstoff-Stau drohe sonst anzuwachsen, „zumal die Zahl der Lieferungen im April deutlich zunehmen wird“, betonte Landsberg.

Jan-Felix Jasch