Letztes Update:
20210327104702

Iran: Sanktionen blockieren Einfuhr von Corona-Impfstoffen

10:31
27.03.2021
Die US-Sanktionen gegen den Iran blockieren laut Präsident Hassan Ruhani weiterhin die Einfuhr von Corona-Impfstoffen. „Wir bestellen die Vakzine, bezahlen sie auch, aber vor der Einfuhr wird uns mitgeteilt, dass die Hersteller immer noch Angst vor den US-Sanktionen haben“, sagte Ruhani am Samstag im Staatsfernsehen. Daher komme es entweder zu Verspätungen oder Stornierungen.

„Dieser Wirtschaftsterrorismus, den (der ehemalige US-Präsident Donald) Trump gegen uns verhängt hat, dauert an“, sagte der Präsident. Ruhani nannte keine Einzelheiten, aber es handelt sich anscheinend um Probleme mit Indien, wo letzte Woche die indische Staatsanwaltschaft wegen der US-Sanktionen die Ausfuhr von 370.000 Dosen blockiert hat.

Jean-Pierre Fellmer

Britische Regierung rechnet mit Impf-Auffrischungen ab September

08:36
27.03.2021
Zum Schutz gegen neue Varianten des Coronavirus sollen die Menschen in Großbritannien eine dritte Impfung erhalten. Über 70-Jährige könnten diese „Booster“-Impfung bereits im September bekommen, sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi der Zeitung „Daily Telegraph“ (Samstag). Auch medizinisches Personal und Pflegekräfte sollen dann ihre dritte Dosis innerhalb von zehn Monaten bekommen. Bis zum Herbst würden vermutlich acht verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stehen, sagte Zahawi. „Wie auch immer das Virus sich verhält - wir werden bereit sein.“

Der Staatssekretär kündigte an, dass bald Drive-Through-Impfzentren öffnen sollen. Man könnte dann beispielsweise im Auto geimpft werden. Damit solle die Impfskepsis jüngerer Menschen reduziert werden, sobald sie an der Reihe sind, so Zahawi.

Die Regierung hat angekündigt, dass alle Erwachsenen bis Ende Juli eine erste Dosis gegen das Coronavirus erhalten sollen. Über die Zeit danach hat sie aber noch keine konkreten Ankündigungen gemacht. Bisher haben etwa 30 Millionen Menschen eine erste Dosis gespritzt bekommen, mehr als die Hälfte der Erwachsenen.

Jean-Pierre Fellmer