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Mehr als 35 000 Corona-Neuinfektionen in Polen

21:10
26.03.2021
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 35 143 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5264) in der Region Masowien mit der Hauptstadt Warschau, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 443 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekord war mit 34 151 erst am Donnerstag erreicht worden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Angesichts der drastisch steigenden Zahl verschärft Polen den Lockdown ab Samstag weiter. Möbelgeschäfte und Baumärkte müssen wieder schließen, das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

Malte Bürger

Ministerium stellt Änderungen bei Selbsttests in Schulen in Aussicht

20:44
26.03.2021
Nach massiver Kritik stellt das niedersächsische Kultusministerium Änderungen bei der Organisation der Selbsttests in den Schulen in Aussicht. Die Testwoche vor den Osterferien habe das Ziel gehabt, Rückmeldungen zu bekommen, um das Verfahren zu optimieren, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag: „Es geht um den besten Weg für alle Beteiligten, damit die Sicherheit weiter erhöht wird.“

Die Bildungsgewerkschaft GEW forderte am Freitag erneut, die Selbsttests zu Hause oder in Testzentren, aber nicht in den Schulen zu machen. Auch mobile Testteams könnten eingesetzt werden. In unzähligen Rückmeldungen aus den Schulen sei vor allem das Infektionsrisiko für die Beschäftigten beim Testen scharf kritisiert worden, sagte GEW-Landeschefin Laura Pooth. Hinzu komme, dass Hilfe und Beaufsichtigung beim Testen sowie die Dokumentation keine pädagogischen Aufgaben seien und erneut Unterrichtszeit kosteten. In einigen Schulen seien auch gar keine Test-Kits angekommen.

Nach Ministeriumsangaben wurden die Tests seit Montag von Grundschülerinnen und Grundschülern zu Hause vorgenommen, bei den Älteren in den Schulen. „Wir haben also beide Varianten ausprobiert. Es gibt für jeden Weg gute Gründe dafür und substanzielle Einwände dagegen“, sagte der Ministeriumssprecher. Auch werde noch geprüft, ob die Testung nach den Osterferien ein Angebot oder verpflichtend werden. In Niedersachsen beginnen die zweiwöchigen Ferien an diesem Wochenende.

Max Seidenfaden

Corona-Spätfolgen: Zunahme der Fallzahlen bei Jugendlichen erwartet

20:00
26.03.2021
Mit der Zunahme der Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen sind nach Einschätzung eines pädiatrischen Infektiologen auch mehr Spätfolgen in diesen Gruppen zu erwarten. „Wir rechnen durch die Lockerungen der Maßnahmen mit mehr Betroffenen mit meist diffusen, länger anhaltenden gesundheitlichen Problemen“, sagte Markus Hufnagel vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. „Darauf ist die Pädiatrie im Vergleich zur Versorgungssituation bei Erwachsenen nach überstandener Infektion noch nicht vorbereitet.“

„Das Krankheitsbild ist sehr variabel“, erläutert Hufnagel. Darunter seien chronische Erschöpfung, generelle Leistungsminderung und Gelenk- und Muskelschmerzen, aber auch Hautveränderungen. Solche anhaltenden gesundheitlichen Einschränkungen seien auch von anderen Virusinfektionen wie dem Pfeifferschem Drüsenfieber bekannt.

Max Seidenfaden