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Norwegen setzt Impfungen mit Astrazeneca-Vakzin weiter aus

13:05
26.03.2021
Norwegen will den Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca vorerst nicht wieder einsetzen. „Es besteht immer noch große Unsicherheit über mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Folkehelseinstitutt FHI. „Nach Einschätzung des FHI ist es angebracht, mehr Zeit darauf zu verwenden, weitere Kenntnisse über diese schwerwiegenden Vorfälle zu erlangen.“ Das FHI betonte, dass die Entscheidung auf den Vorfällen in Norwegen beruhe.

Norwegen hatte wie viele andere Länder die Vergabe des Mittels vor zwei Wochen gestoppt, weil bei einigen Geimpften Blutgerinnsel aufgetreten waren. In Norwegen starben inzwischen vier Menschen nach einer Impfung. Ein direkter Zusammenhang ist bislang nicht erwiesen. Eine nationale Expertengruppe untersuche nun die Fälle, hieß es weiter. Außerdem arbeite man eng mit den Nachbarländern zusammen.

Max Seidenfaden

Weil betont Notwendigkeit von Ausgangssperren in Niedersachsen

12:35
26.03.2021
Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Notwendigkeit der in Niedersachsen bevorstehenden Ausgangssperren im Kampf gegen die Corona-Pandemie betont. „Wir befinden uns inmitten der dritten Welle. Die Infektionszahlen steigen von Tag zu Tag - bundesweit und auch bei uns in Niedersachsen“, sagte Weil am Freitag im Landtag in Hannover. „Wenn wir die Ausbreitung des Virus nicht eindämmen, werden in Niedersachsen noch viele Menschen an oder mit dem Virus sterben.“ Die bisherigen Maßnahmen reichten nicht mehr aus. Die neue Corona-Verordnung sehe deshalb ein intensiveres Prüfen von nächtlichen Ausgangssperren in Hotspots vor.

„Ich erwarte auf dieser Grundlage, dass wir künftig in unserem Land deutlich mehr Ausgangssperren erleben werden, vor allen Dingen in den Hotspots“, sagte Weil. „Die gibt es überall im Land und aus ihnen stammt immer wieder ein großer Teil der Infektionen, gegen die wir angehen müssen.“

Max Seidenfaden

Nepal erlaubt Einreise wieder ohne Quarantäne

12:15
26.03.2021
Mount-Everest-Bergsteiger und andere Nepal-Besucher dürfen wieder in das Himalaya-Land einreisen, ohne zunächst wie bisher in Quarantäne zu müssen. Dazu müssten die Einreisenden gegen Corona geimpft sein oder einen negativen PCR-Test vorlegen, der maximal 72 Stunden vor ihrer Abreise nach Nepal gemacht worden ist, wie ein Sprecher des nepalesischen Tourismusministeriums am Freitag sagte. Zudem müssten Ankömmlinge am Flughafen in Kathmandu einen Schnelltest machen. Falle dieser Test positiv aus, müssten sie sich zunächst in einem Hotel auskurieren.

Nepal hofft mit der Neuregelung wieder Bergsteiger ins Land zu locken. Die Einnahmen durch Alpinisten sind wichtig für das südasiatische Land, das nach UN-Angaben zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gehört. Nepal hatte den Mount Everest, den höchsten Berg der Welt, vor dem Beginn der Hauptklettersaison im Frühjahr 2020 dichtgemacht. Später erlaubten sie Abenteurern wieder, sich für Bewilligungen zu bewerben, die man für die Besteigung des Everest braucht. Bislang hatte Nepal aber seit Pandemiebeginn lediglich einem Prinzen aus Bahrain und seinem Team eine solche Bewilligung ausgestellt.

Max Seidenfaden