Norwegen will den Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca vorerst nicht wieder einsetzen. „Es besteht immer noch große Unsicherheit über mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Folkehelseinstitutt FHI. „Nach Einschätzung des FHI ist es angebracht, mehr Zeit darauf zu verwenden, weitere Kenntnisse über diese schwerwiegenden Vorfälle zu erlangen.“ Das FHI betonte, dass die Entscheidung auf den Vorfällen in Norwegen beruhe.
Norwegen hatte wie viele andere Länder die Vergabe des Mittels vor zwei Wochen gestoppt, weil bei einigen Geimpften Blutgerinnsel aufgetreten waren. In Norwegen starben inzwischen vier Menschen nach einer Impfung. Ein direkter Zusammenhang ist bislang nicht erwiesen. Eine nationale Expertengruppe untersuche nun die Fälle, hieß es weiter. Außerdem arbeite man eng mit den Nachbarländern zusammen.