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Mehr als 300 000 Corona-Tote in Brasilien

18:43
25.03.2021
Als zweites Land der Welt nach den USA hat Brasilien die Grenze von 300 000 registrierten Corona-Toten überschritten. 300 685 Menschen seien seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Nur in den Vereinigten Staaten sind mit rund 545 000 Todesfällen dem Virus bislang mehr Menschen zum Opfer gefallen. Brasilien hatte am Dienstag erstmals die Marke von 3000 Toten innerhalb von 24 Stunden überschritten.

Im größten Land Lateinamerikas haben sich nachweislich über 12,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In den meisten Bundesstaaten sind die Intensivstationen an der Belastungsgrenze. Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost, einen landesweiten Lockdown lehnt er aus wirtschaftlichen Gründen ab. Nach einer Fernsehansprache des Staatschefs am Dienstag kam es in zahlreichen Städten des Landes zu Unmutsbekundungen gegen die Corona-Politik der Regierung.

Max Seidenfaden

Brinkhaus warnt vor elendem Tod jüngerer Menschen durch Corona

17:46
25.03.2021
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat vor vielen jüngeren Corona-Toten gewarnt. Die Politik habe die Gastwirte, die Einzelhändler und die Menschen, die sich danach sehnen, soziale Kontakte zu haben, immer wieder zurecht im Blick, sagte Brinkhaus am Donnerstag im Bundestag. Aber es sei auch „unsere Aufgabe, diejenigen im Blick zu haben, die nicht laut sind“, sagte der CDU-Politiker. „Das sind die Schwachen, die zu Hause bleiben müssen, das sind die überlasteten Intensivpfleger, das sind die Menschen, die mit Langzeitfolgen erkrankt sind, und das sind die Menschen, die einen elenden Tod gestorben sind“, sagte Brinkhaus. „Wenn jetzt jüngere Menschen erkranken, dann werden sie einen noch elenderen Tod sterben.“ Testen und Impfen werde in den nächsten Wochen nicht reichen. „Deswegen ist eine große Währung, die wir in den nächsten Wochen haben, immer noch die Kontaktbeschränkung.“

Allein am Donnerstag habe es weit über 200 Todesfälle wegen oder mit Covid-19 gegeben. „Das sind ungefähr so viele Leute, wie hier jetzt im Saal sitzen“, sagte Brinkhaus mit Blick ins Plenum, „200 Gesichter, 200 Schicksale, 200 Hoffnungen, 200 Enttäuschungen, 200 mal Leid. Und das jeden Tag, nicht nur heute, nicht nur gestern, nicht nur vorgestern.“

Max Seidenfaden