Letztes Update:
20210325071152

Epidemiologe: Zeitnah weitere Corona-Maßnahmen notwendig

05:38
25.03.2021
Wegen steigender Infektionszahlen rechnet der Epidemiologe Rafael Mikolajczyk vom Uniklinikum Halle (Saale) damit, dass bald weitere Corona-Maßnahmen erforderlich sind. „Wir müssen befürchten, dass die Infektionszahlen weiterhin und zunehmend schneller steigen werden – und relativ zeitnah weitere Maßnahmen notwendig werden“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Dank der bereits erfolgten Impfung der Ältesten sei jetzt etwas mehr Zeit als noch im Dezember, aber die neue Virusvariante verbreite sich einfach zu schnell, als dass die bisherigen Maßnahmen einen Kollaps des Gesundheitssystems vermeiden könnten.

Bei einer Reihe von Maßnahmen gelinge die Umsetzung noch nicht richtig, gab er zu bedenken. „Die Beschleunigung der Impfung und der systematische Einsatz von Schnelltests sind in der Situation sehr wichtig“, sagte er. Die zunächst vorgesehene Osterruhe von fünf Tagen hatte Mikolajczyk schon am Dienstag als zu kurz bezeichnet; eine epidemiologisch sinnvolle Ruhezeit müsse deutlich länger dauern.

Max Seidenfaden

RKI registriert 22.657 Corona-Neuinfektionen und 228 neue Todesfälle

05:09
25.03.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 22 657 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 228 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17 504 Neuinfektionen und 227 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt gab es am 14. Januar mehr Neuinfektionen. An diesem Tag wurden 25.164 registriert.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 113,3 - und damit höher als am Vortag (108,1).

Max Seidenfaden

Kapitel

Mittwoch, 24. März

Was am Mittwoch, 24. März, wichtig war

21:24
24.03.2021

Bremen und Niedersachsen:

  • Im Land Bremen hat es 187 neue Corona-Infektionen gegeben. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg somit auf 20.067. Das teilte das Gesundheitsressort mit. Die Zahl der aktiven Infektionen erhöhte sich um 80 auf nun 1198. Als genesen gelten derzeit 18.471 Menschen (+106), mit oder an Corona verstarben bislang 398 Personen (+1). Der Inzidenzwert in der Stadt Bremen stieg aktuell auf 101,7, in der Stadtgemeinde Bremerhaven kletterte er auf 193,6.
  • Niedersachsen wird zunehmend zu einer Hochinzidenzregion mit einer weiter steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen. In 16 der 45 Landkreise und großen Städte lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen über 100, teilte das Gesundheitsministerin in Hannover am Mittwoch mit. Im Landesdurchschnitt stieg die Sieben-Tages-Inzidenz auf 100 nach 96,8 am Vortag. 1583 Neuinfektionen und 22 weitere Todesfälle wurden am Mittwoch registriert.
  • Nach der Absage des Osterlockdowns prüft Niedersachsen härtere Corona-Beschränkungen über die Feiertage. „Wir werden die Dinge nicht einfach laufen lassen können“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch in Hannover. Innerhalb der Landesregierung werde nun das weitere Vorgehen beraten. Zu den Möglichkeiten könnten neben dem Beschränken von Tagesausflügen auch Ausgangsbeschränkungen gehören, die im Bund-Länder-Beschluss für Hochinzidenzregionen genannt werden.

Deutschland und die Welt:

  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 15.813 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 248 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 13.435 Neuinfektionen und 249 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 108,1 - und damit etwas höher als am Vortag (107,3).
  • Nach massiver Kritik und Verwirrung um die geplante Corona-Osterruhe hat Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Regelung aus den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen wieder gekippt. Sie übernehme dafür die Verantwortung. „Der Fehler ist mein Fehler“, sagte Merkel.
  • Trotz des massiven Unterrichtsausfalls wegen der Corona-Einschränkungen gibt der Deutsche Lehrerverband das laufende Schuljahr nicht verloren. „Abhaken muss man dieses Schuljahr nicht. Das wäre auch eine unzulässige Negierung der großen Anstrengungen und des Engagements von Schülern und Lehrkräften im Distanzunterricht“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur.

Malte Bürger