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Mediziner: Wenig Über-80-Jährige wegen Corona auf Intensivstation

21:12
24.03.2021
Nach den breit angelegten Impfungen von Älteren in Deutschland müssen Medizinern zufolge kaum noch Menschen ab 80 Jahren intensivmedizinisch behandelt werden. „Was wir wirklich deutlich sehen, dass wir jetzt sehr wenig Patienten über 80 in unseren Notfallaufnahmen sehen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, am Mittwoch dem Deutschlandfunk. „Die Impfungen scheinen wirklich zu wirken, was ja eine sehr gute Nachricht ist.“ Mehr als die Hälfte der Menschen ab 80 Jahren in Deutschland haben laut RKI mindestens eine Impfdosis erhalten.

Eine wirkliche Entlastung der Intensivstationen dürfte es aber erst geben, wenn auch jüngere Altersgruppen geimpft sind. Momentan liegen wieder mehr als 3000 Menschen in Deutschland auf Intensivstation - Tendenz steigend.

Max Seidenfaden

Kampf gegen Corona: Frankreich impft auch im Sportstadion

20:47
24.03.2021
Frankreich richtet sogenannte Mega-Impfzentren ein, um den Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beschleunigen. Regierungssprecher Gabriel Attal nannte im diesem Zusammenhang das riesige Stadion Stade de France in Saint-Denis nördlich von Paris. Es gelte die Devise von Staatschef Emmanuel Macron, wonach morgens, mittags und abends geimpft werden solle. Bisher erhielten rund sechseinhalb Millionen Französinnen und Franzosen mindestens eine Impfung, wie Attal am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Paris berichtete.

Seit dem vergangenen Wochenende gelten im Großraum Paris und anderen Teilen Frankreichs strengere Corona-Beschränkungen. In insgesamt 16 Départements gibt es nun auch tagsüber Ausgangsregeln, viele Geschäfte sind geschlossen. Von den etwa 67 Millionen Menschen in Frankreich ist etwa jeder Dritte von den härteren Maßnahmen betroffen. Wie Attal berichtete, sollen diese nun auf drei weitere Départements in der Mitte und im Süden des Landes ausgeweitet werden. Innenminister Gérald Darmanin sagte im Sender BFMTV, es sollten rund 25 000 Angehörige der Feuerwehr für Impfungen ausgebildet werden. Frankreich ist stark von der Pandemie betroffen. Insgesamt zählt das Land nach Angaben der Behörden bisher fast 93 000 Tote.

Malte Bürger

Bundesregierung unterstützt Holocaust-Überlebende bei Covid-Impfungen

20:16
24.03.2021
Die Bundesregierung leistet Holocaust-Überlebenden finanzielle Unterstützung bei der Impfung gegen Covid-19. Bis zu 11 Millionen Euro will Deutschland „für Impfungen und damit zusammenhängende Kosten“ bereitstellen, wie das Finanzministerium am Mittwoch auf Anfrage bestätigte. Die Impfquote von Überlebenden des Holocaust liege in vielen Ländern oft unter dem Durchschnitt: „Viele leben pflegebedürftig zu Hause und bedürfen spezieller Transporte, um zu den lokalen Impforten zu gelangen.“

Deshalb finanziere die Bundesregierung ein Programm der „Jewish Claims Conference“ (JCC) in New York bezüglich der Betreuung der Überlebenden rund um die Verabreichung des Vakzins. Dazu gehöre neben dem Transport unter anderem auch psychologische und anderweitige praktische Unterstützung. Der JCC zufolge leben weltweit noch mehr als 340 000 Menschen, die den Völkermord von Nazi-Deutschland an den Juden im Zweiten Weltkrieg überlebt haben. Schätzungen der Organisation zufolge sind allein in den USA 45 Prozent dieser Gruppe noch nicht geimpft.

Malte Bürger