Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) hat sich von den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern enttäuscht gezeigt und dringt auf verantwortungsvolle Perspektiven für die Wiederaufnahme von Reisebusfahrten. „Wir fordern, dass endlich klare - europaweit gültige - Regeln für die Reisemöglichkeiten von Geimpften beziehungsweise von Menschen mit negativem Corona-Test eingeführt werden“, sagte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard am Dienstag laut Mitteilung. Die Beschlüsse des Corona-Gipfels von Bund und Ländern seien konzeptlos und ließen eine konkrete Auseinandersetzung mit Perspektiven für die Reisewirtschaft vermissen.
Die im Beschlusspapier als „ergänzendes Hilfsinstrument“ angekündigten zusätzlichen Corona-Hilfen für Unternehmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, seien „längst überfällig“, sagte Leonard. Durch monatelange Fahrverbote und anhaltende Einschränkungen des öffentlichen Lebens seien viele Busunternehmen hart getroffen worden.
Um eine Pleitewelle zu verhindern, müsse dieses „ergänzende Hilfsinstrument“ nun schnellstmöglich umgesetzt und der Zugang zu Rettungsgeldern unbürokratischer als bisher möglich werden. Außerdem sei die Einführung eines Unternehmerlohns bei der Berechnung von Rettungsmitteln zwingend nötig.