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20210322164131

Österreich verzichtet zunächst auf weitere Schritte in Corona-Krise

16:41
22.03.2021
Österreich verzichtet zunächst auf landesweite weitere Schritte in der Corona-Krise. Der bisherige Weg werde in den meisten Bundesländern fortgesetzt, verlautete am Montag aus Regierungskreisen nach einer Beratung mit den Ministerpräsidenten. Um eine Überlastung der Intensivkapazitäten speziell im besonders von hohen Infektionszahlen betroffenen Wien zu verhindern, würden die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland in dieser Woche zusammen mit dem Gesundheitsministerium über eigene Maßnahmen beraten, hieß es. Sobald ein Bezirk eine Sieben-Tage-Inzidenz von 400 erreiche, solle es regional zu maßgeschneiderten Maßnahmen kommen.

Auch weitere Öffnungsschritte wurden nicht ausgeschlossen. Diese sollen nach Ostern möglich sein, falls die Entwicklung in den Intensivstationen stabil bleibe. In Zukunft werde für die Bewertung der Lage nicht nur der Inzidenzwert herangezogen, sondern vor allem auch die Auslastung auf den Intensivstationen und die Durchimpfungsquote der über 50-Jährigen.

Michael Rabba

Corona-Fälle bei Airbus - Behörde: „niedrige zweistellige Anzahl“

15:35
22.03.2021
Rund zwei Monate nach einer mehrwöchigen Corona-Zwangspause sind bei Airbus in Hamburg erneut mehrere Covid-19-Erkrankungen gemeldet worden. „Es handelt sich um eine niedrige zweistellige Anzahl von Fällen. Vier Personen mit Wohnort in Hamburg sind betroffen“, sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten regionale Medien berichtet.

Aufgefallen war der Ausbruch, weil sich mehrere Infizierte bei der eigens im Frühjahr 2020 eingerichteten Corona-Hotline von Airbus gemeldet hatten, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Daraufhin wurde ein Massentest für rund 500 Mitarbeiter in der betroffenen Produktionshalle angesetzt - der brachte weitere Fälle zum Vorschein.

„Die betroffenen Personen und Kontaktpersonen sind weitreichend in Quarantäne versetzt. Die Arbeit war schon zuvor in Kohorten organisiert“, hieß es aus der Gesundheitsbehörde dazu. Es gebe bislang keine Erkenntnisse über Auffälligkeiten oder Verstöße gegen die bestehenden Corona-Regeln.

Auf die Produktion haben die Corona-Fälle zunächst kaum Einfluss, wie ein Airbus-Sprecher sagte. „Die Auswirkungen auf die Produktion sind generell gering sowie beherrschbar.“

Im Januar hatte ein Ausbruch mit mindestens 21 Fällen die Endmontagelinie für A320-Flugzeuge in Hamburg-Finkenwerder für mehrere Wochen lahm gelegt. In sieben Fällen war damals die infektiösere britische Mutation festgestellt worden. 500 Beschäftigte wurden daraufhin in Quarantäne oder häusliche Isolation geschickt, die Produktion an der vierten Montagelinie eingestellt. Mit mehr als 12 000 Beschäftigten ist Airbus der größte industrielle Arbeitgeber Hamburgs.

Michael Rabba

Bareiß: Können bei „kontaktlosem Reisen“ trotz Corona „offener sein“

15:00
22.03.2021
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), macht sich stark dafür, Reisen in Deutschland trotz steigender Corona-Infektionszahlen unter Auflagen zu ermöglichen. „Ich glaube, dass wir bei kontaktlosem Reisen, bei Ferienwohnungen, bei Ferienhäusern und Campingplätzen offener sein können“, sagte er am Montagmorgen kurz vor den Bund-Länder-Beratungen dem Fernsehsender Phoenix. So soll Reisen dort möglich sein, wo Urlauber über eigene sanitäre Anlagen verfügen und sich auch selbst mit Essen versorgen können.

Losgetreten wurde die Debatte mit der Streichung unter anderem von Mallorca von der Liste der Corona-Risikogebiete wegen der dort gesunkenen Infektionszahlen. „Für mich war es bitter, dass wir Mallorca möglich machen und dass es dort keine Reisewarnung mehr gibt, aber das Schwarzwaldhotel oder das Hotel an der Ostsee muss weiterhin geschlossen bleiben“, sagte er.

Kurzurlaub in Deutschland ist nach den geltenden Corona-Regelungen nicht möglich. Die Bundesregierung rät generell von touristischen Reisen im Inland oder ins Ausland ab. „Ich hoffe, dass durch das Impfen und Testen mehr Reisen zukünftig möglich sind und wir Sicherheit schaffen können“, betonte Bareiß.

Anna Zacharias