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Astra-Zeneca-Stopp in Skandinavien bleibt vorerst bestehen

13:50
19.03.2021
Dänemark belässt es wie Norwegen und Schweden erst einmal dabei, dass vorübergehend niemand im Land mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca gegen Covid-19 geimpft wird. Trotz des positiven Bescheids der Europäischen Arzneimittelagentur EMA hält Deutschlands nördlichster Nachbar an einem noch bis nächste Woche geltenden 14-tägigen Aussetzen der Impfungen mit dem Präparat fest. Dies geschehe aus einem Vorsorgeprinzip heraus, sagte der Direktor der dänischen Gesundheitsverwaltung Sundhedsstyrelsen, Søren Brostrøm, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Man wolle tiefer in der Sache graben, um die Nebenwirkungen besser zu verstehen.

Ähnliche Signale waren nach der EMA-Ankündigung bereits am Donnerstagabend aus Stockholm und Oslo gekommen. Deutschland und einige andere Länder hatten den Einsatz des Corona-Impfstoffes von Astra-Zeneca dagegen wiederaufgenommen.

Dänemark hatte den Gebrauch des Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers am 11. März vorsorglich für 14 Tage ausgesetzt. Es war damit das erste Land in der EU gewesen, dass die Verabreichung des Astra-Zeneca-Mittels komplett gestoppt hatte. Grund dafür waren Berichte über vereinzelte Fälle von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen. Darunter war auch ein dänischer Todesfall gewesen.

Die EMA hatte am Donnerstag grünes Licht für die Verwendung des Astrazeneca-Präparats gegeben. Es wird jedoch eine zusätzliche Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen hinzugefügt.

Niedersachsen hält an Öffnung der Schulen fest

12:58
19.03.2021
Niedersachsens Schulen sollen trotz schnell steigender Infektionszahlen wie angekündigt weiter geöffnet werden. Geplant ist, dass es ab Montag in allen Schulen und Jahrgängen wieder Wechselunterricht mit geteilten Klassen gibt - also abwechselnd zu Hause und im Klassenraum. „Es bleibt bei der Regelung, die wir in der Verordnung drinstehen haben. Das heißt, dort, wo die Inzidenz unter 100 ist, kann weiter geöffnet werden“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover. Derzeit liegen 13 der 45 Regionen in Niedersachsen über der 100er-Marke.

Für die Zeit nach den Osterferien müsse die Entwicklung dann neu bewertet werden, sagte Tonne. Zwar gebe es wieder mehr Ansteckungen, allerdings seien auch die Sicherheitsvorkehrungen in Form von Impfungen und Selbsttests erhöht worden. Von Montag an gibt es an den Schulen eine Übungswoche für den Umgang mit Corona-Selbsttests. Allerdings hatten viele Schulen zuletzt noch keine Testkits erhalten.

Patrick Reichelt