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20210319093839

Hamburg vor der Corona-Notbremse

05:55
19.03.2021
Nach zwei Tagen mit Sieben-Tages-Inzidenzen über 100 droht Hamburg am Freitag die Corona-Notbremse. Der Senat hatte am Dienstag entschieden, die erst Anfang vergangener Woche vollzogenen Öffnungsschritte wieder rückgängig zu machen, sollten an drei Tagen in Folge mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen registriert werden. Am Donnerstag war die Inzidenz mit 389 neu gemeldeten Fällen auf 105,4 gestiegen. Sollte die Zahl am Freitag nicht unerwartet deutlich unter 237 fallen, würden ab Samstag wieder die Regeln von vor dem 8. März gelten.

Im Einzelhandel wäre dann statt „Click & Meet“ nur noch „Click & Collect“ möglich. Private Kontakte müssten sich wieder auf eine Person außerhalb des eigenen Hausstandes beschränken, allerdings würden Kinder bis 14 Jahre diesmal nicht mitgezählt. Auch Sport im Freien wäre für Erwachsene nur noch unter diesen Kontaktbeschränkungen möglich.

Patrick Reichelt

Zahl der Corona-Neuinfektionen und Inzidenz steigen erneut stark an

05:20
19.03.2021
Erneut ist die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner stark angestiegen: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen bundesweit bei 95,6. Am Donnerstag hatte sie noch bei 90, am Mittwoch bei 86,2 gelegen. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland binnen eines Tages 17 482 Corona-Neuinfektionen - das sind etwa 5000 mehr als vor genau einer Woche. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 226 weitere Todesfälle registriert. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 12 834 Neuinfektionen und 252 neue Todesfälle verzeichnet.

Vor vier Wochen, am 19. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 56,8 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stieg sie jedoch wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 629 750 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 401 700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 74 358.

Patrick Reichelt