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20210318122228

Astrazeneca-Impfstopp: Inzwischen 13 Vorfälle gemeldet

12:22
18.03.2021
Nach dem vorsorglichen Stopp der Corona-Impfungen mit dem Mittel des Herstellers Astrazeneca sind weitere Vorfälle in Deutschland bekannt geworden. Inzwischen gebe es 13 gemeldete Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Drei Patienten seien gestorben. Insgesamt handele es um zwölf Frauen und einen Mann zwischen 20 und 63 Jahren.

Angesichts derartiger Vorfälle sind die Impfungen mit Astrazeneca am Montag vorsorglich ausgesetzt worden - damals gab es sieben Fälle. Trotz der hohen Zahl von mehr als 1,6 Millionen Impfungen mit Astrazeneca ist dies demnach überdurchschnittlich viel. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will am Donnerstag voraussichtlich eine Einschätzung zum weiteren Vorgehen abgeben.

Jan-Felix Jasch

Frankreichs Premier würde sich mit Astrazeneca impfen lassen

12:01
18.03.2021
Frankreichs Premierminister Jean Castex würde sich mit Astrazeneca impfen lassen, wenn die Europäische Arzneimittelagentur wieder grünes Licht für den Impfstoff gibt. „Bisher hatte ich mir vorgenommen, mich impfen zu lassen, wenn ich an der Reihe bin, und keinen Freifahrtschein zu bekommen“, sagte der 55-Jährige am Dienstagabend dem Sender BFM TV. Angesichts dessen, was gerade mit Astrazeneca passiere, sei es aber vernünftig, sich sehr schnell impfen zu lassen, um den Menschen ein Gefühl der Sicherheit zu geben, so Castex weiter.

Deutschland und zahlreiche andere EU-Staaten wie Frankreich hatten die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca zuletzt ausgesetzt. Hintergrund waren Berichte über Blutgerinnsel in zeitlichem Zusammenhang mit dem Impfprozess. Sobald die Aussetzung aufgehoben sei, werde er sich mit Astrazeneca impfen lassen, betonte Castex auch bei Twitter. Mit Blick auf Verzögerung bei Impfstofflieferungen sagte der Regierungschef an die Europäische Union gerichtet: „Europa muss Zähne zeigen.“ Die Verzögerungen seien nicht normal, Europa müsse sicherstellen, dass die Labore die vertraglichen Verpflichtungen einhielten.

Jan-Felix Jasch