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20210318112433

Corona-Inzidenz in Hamburg weiter über 100 - 389 neue Fälle

11:13
18.03.2021
In Hamburg liegt die Corona-Inzidenz bereits den zweiten Tage in Folge über 100. 389 neu nachgewiesene Fälle kamen am Donnerstag hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.55 Uhr). Das sind 4 weniger als am Mittwoch, aber 86 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, stieg von 100,9 auf 105,4. Vor einer Woche hatte dieser Wert bei 80,6 gelegen. Wird er an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, will der Senat die jüngsten Öffnungsschritte mit Ausnahme von Kitas und Schulen zurücknehmen.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich den Angaben zufolge nachgewiesenermaßen 56 266 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert; 50 200 von ihnen gelten nach RKI-Angaben inzwischen als genesen. Die Zahl der Corona-Toten in Hamburg gab das Robert Koch-Institut (RKI) unverändert mit 1337 an - allerdings mit Stand vom Vortag, weil keine aktuellen Daten aus Hamburg übermittelt worden seien.

Jan-Felix Jasch

Ost-Ministerpräsidenten werben für russischen Impfstoff Sputnik V

11:10
18.03.2021
Nach dem vorläufigen Stopp der Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca werben mehrere ostdeutsche Ministerpräsidenten für den russischen Impfstoff Sputnik V. „Russland ist ein großes Land der Wissenschaft, und ich habe nicht die geringsten Zweifel, dass die dortige Wissenschaft imstande ist, einen leistungsfähigen Impfstoff herzustellen“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). „Der Impfstoff sollte zugelassen werden.“ Schließlich habe Deutschland bei den Impfstoffen Kapazitätsprobleme.

Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) verwies wie Kretschmer darauf, dass über Zulassung zunächst die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) zu entscheiden habe. „Grundsätzlich aber gilt: Im Kampf gegen Corona ist uns jeder Impfstoff willkommen, der sicher ist und wirkt und uns so hilft, die Pandemie zu überwinden“, sagte er den Funke-Zeitungen. „Wenn es um die Gesundheit der Menschen geht, sollte die Herkunft keine Rolle spielen. Schon als Kind bin ich mit einem russischen Impfstoff gegen Kinderlähmung immunisiert worden. Ich habe da keine Probleme.“

Jan-Felix Jasch

Innenminister Seehofer für einfachere Corona-Regeln

10:21
18.03.2021
Innenminister Horst Seehofer fordert eine deutliche Vereinfachung der Corona-Maßnahmen. „Die Regelungen sind mittlerweile zum Teil recht kompliziert geworden und nicht immer logisch“, sagte der CSU-Politiker dem „Münchner Merkur“ (Donnerstag). „Die Leute verstehen nicht, wenn der Blumenladen schließen muss, aber der Supermarkt nebenan Blumen verkaufen darf.“

Seehofer will einen neuen Ansatz, denn: „Wir können doch jetzt nicht drei Jahre im Lockdown verharren.“ Sein Vorschlag: Ab einer Inzidenz von 50 darf nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche in einen Laden - ob Supermarkt oder sonstiger Einzelhandel.

„Eine Regel für eine Inzidenz von über 100 bräuchten wir dann nicht
mehr“, sagte Seehofer. Diesen kritischen Wert werden voraussichtlich immer mehr Landkreise überschreiten. Damit träte die bislang gültige „Notbremse“ in Kraft, die eine Schließung vieler Geschäfte vorsieht.

Jan-Felix Jasch