Letztes Update:
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Island lässt nun auch Geimpfte aus Nicht-Schengen-Staaten einreisen

10:16
17.03.2021
Das in Sachen Corona gut dastehende Island lässt nun auch Reisende von außerhalb der Schengenzone test- und quarantänefrei ins Land, wenn sie gegen Covid-19 geimpft worden oder von einer Erkrankung genesen sind. Die Ausnahmen, die bislang nur für Deutschland und die anderen Staaten der EU und des weiteren Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) galten, werden zum Donnerstag auf vollständig Geimpfte aus Nicht-Schengen-Staaten ausgeweitet, darunter auch Großbritannien und die USA. Die Reisenden müssen aber mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff immunisiert worden sein. Die Ausnahme gilt nach Regierungsangaben auch für diejenigen, die nachweisen können, dass sie eine Corona-Infektion bereits hinter sich haben.

„Die Welt ist in den vergangenen zwölf Monaten durch eine Menge gegangen, und wir hoffen alle auf eine langsame und sichere Rückkehr zur Normalität“, erklärte Islands Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir in einer Regierungsmitteilung. „Dies schließt auch die Wiederaufnahme der Möglichkeit zum Reisen ein, die wertvoll für Kultur, Handel und Unternehmen ist.“

Jan-Felix Jasch

Drosten: Epidemiologische Lage nicht gut - Varianten-Anteil steigend

10:16
17.03.2021
Angesichts der beginnenden dritten Corona-Welle in Deutschland bedauert der Virologe Christian Drosten die Entwicklungen um Astrazeneca mit ausgesetzten Impfungen und knapperen Liefermengen. Im Moment solle man vor allem daran denken, „dass wir diese Impfung brauchen“, betonte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ (bei NDR-Info). Die epidemiologische Lage sei momentan nicht gut in Deutschland. Die ansteckendere Virusvariante B.1.1.7 nehme immer mehr Überhand, ihr Anteil betrage inzwischen drei Viertel.

„Wir werden kurz nach Ostern eine Situation haben wie um Weihnachten herum“, sagte der Virologe, auch mit Blick auf düstere Prognosen des Robert Koch-Instituts (RKI) von vor einigen Tagen zu einem befürchteten starken Anstieg der Neuinfektionszahlen. Die Situation werde sich dann im weiteren Verlauf „drastisch erschweren“ wegen der Mutante, erwartet Drosten. Besonders „brenzlig“ werde es für die weitestgehend noch ungeimpften Jahrgänge ab 50 Jahre. Diese Warnung hatte Drosten auch zuvor schon geäußert.

Jan-Felix Jasch