Die Bundesschülerkonferenz hat die weiteren Schulöffnungen in mehreren Bundesländern begrüßt, gleichzeitig aber das Fehlen von Schnelltests kritisiert. Man halte die Schulöffnungen aus der Bildungsperspektive für einen sehr wichtigen Schritt, hieß es am Montag in einer Mitteilung. „Allerdings bereiten die noch immer fehlenden Strukturen große Sorgen, Schnelltests sind noch immer nicht an allen Schulen.“
Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, sagte, die ersten Schritte der Öffnungen seien ein enorm wichtiges Signal für alle, die durch die Pandemie ohnehin schon auf der Strecke geblieben seien. Er verwies aber auch auf die Corona-Zahlen. „Ich bin zutiefst enttäuscht und wütend, dass die Länder noch immer an den Schnelltests scheitern.“
Viele Schülerinnen und Schüler hätten Risikopatienten zu Hause. Diese gingen aktuell in ein Gebäude mit vielen anderen - begleitet von der der stetigen Angst sich anzustecken. Dies sei eine psychische Belastung, die mit Tests gelindert werden könne. Schramm warnte auch, man könne nicht bei steigenden Zahlen Busse und Bahnen „wieder mit jungen Menschen vollstopfen“, in den Schulen dann aber Abstand predigen. „Wir fahren aktuell wieder mit dem Kurs 'wird schon gut gehen'. Mit dieser Einstellung und ohne die Tests werden diese Öffnungen aber wohl kaum gut gehen!“
In mehreren Bundesländern sind am Montag weitere Schulklassen zurück in den Präsenzunterricht gekehrt. Nach den Grundschülern werden nun auch ältere Schüler wieder in der Schule unterrichtet.