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Masken-Affäre: Gesundheitsministerium will auf Abgeordnete zugehen

13:53
14.03.2021
Das Gesundheitsministerium will in der Maskenaffäre der Union auf Bundestagsabgeordnete zugehen, die konkrete Verträge zwischen Maskenherstellern und der Bundesregierung vermittelt haben. Das geht aus einem Schreiben von Staatssekretär Thomas Steffen an
den Direktor des Bundestages, Lorenz Müller, hervor, das der
„Bild am Sonntag“ vorliegt. Das Gesundheitsministerium bestätigte den Inhalt des Schreibens der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Konkret will das Ministerium laut Zeitung auf jene Abgeordneten zugehen, die „im Kontext tatsächlich abgeschlossener Verträge über Schutzausrüstung mit dem BMG kommuniziert haben“. Darüber solle Bundestagsdirektor Müller bis zum 16. März entscheiden.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, die Namen aller Abgeordneten öffentlich machen zu wollen, die an der Vermittlung von Maskengeschäften beteiligt waren. Die Bundestagsverwaltung hatte ihn daraufhin vergangene Woche darauf aufmerksam gemacht, dass Abgeordnete nach einschlägiger Rechtsprechung ein berechtigtes Interesse an der Vertraulichkeit personenbezogener Daten hätten, die von der Freiheit des Mandats geschützt seien. „Solche Daten dürfen daher nur in eng begrenzten Ausnahmefällen herausgegeben werden“, teilte ein Sprecher mit. Rechtlich unbedenklich erscheine die Herausgabe, wenn dem Ministerium eine Einwilligung der Betroffenen vorliege.

Patrick Reichelt

Hannover-Team in Quarantäne: Heimspiel gegen Würzburg abgesagt

13:29
14.03.2021
Beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 ist die komplette Mannschaft nach dem positiven Coronatest eines Spielers in eine 14-tägige Quarantäne geschickt worden. Das für Sonntag angesetzte Heimspiel gegen die Würzburger Kickers sagte die Deutsche Fußball Liga bereits am Vorabend ab. Und auch die nächste Partie bei Holstein Kiel (Freitag, 18.30 Uhr) kann unter den aktuellen Umständen nicht stattfinden. Denn alle Kieler Spieler befinden sich seit Freitag wegen mehrerer Coronafälle ebenfalls in häuslicher Isolation.

„Dem Spieler geht es gut, er hat keine Symptome“, sagte Hannovers Mannschaftsarzt Axel Partenheimer. „Obwohl wir uns an alle Hygiene- und Sicherheitsvorschriften gehalten haben, gibt es keine Garantie, dass so ein Fall nicht auftritt. Zum Schutz der Spieler und um ein weiteres Ausbreiten der Infektion zu verhindern, ist die Quarantäne unumgänglich.“ Betroffen sind davon nach Angaben des Clubs die komplette Mannschaft mit Ausnahme der beiden verletzten Spieler Timo Hübers und Franck Evina, das Trainerteam sowie ein Physiotherapeut. Die Entscheidung darüber fällte das Gesundheitsamt.

Nach Informationen des „Sportbuzzers“ trainierte der gesamte Kader von Hannover 96 am Freitag im Innenbereich der Arena und damit in einem geschlossenen Raum. Das sei der Grund, warum auch alle Spieler des Teams nach dem Coronafall als Kontaktpersonen der Kategorie I eingestuft wurden. „Wir müssen schauen, wie wir die Mannschaft jetzt zwei Wochen lang beschäftigen, um so wenig Substanz wie möglich zu verlieren“, sagte Sportdirektor Gerhard Zuber am Sonntag.

Patrick Reichelt