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Spahn setzt Vertrauen in Ärzte bei Impfreihenfolge

11:31
10.03.2021
Vor dem für April geplanten Start der Corona-Impfungen in Arztpraxen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Ärzteschaft sein Vertrauen bei der Einhaltung der Impfreihenfolge ausgesprochen. „Ich habe ein sehr hohes Vertrauen in die Ärztinnen und Ärzte, dass sie zuerst diejenigen Patienten impfen werden, die auch am meisten gefährdet sind“, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Priorisierung bei der Impfstoffvergabe sei weiterhin notwendig. „Menschenleben retten ist keine Bürokratie.“

Zur Menge der Impfstoffe, die dann in den Praxen verfügbar sein soll, sagte Spahn: „Die Impfmengen werden nicht gleich auf 20 Millionen im Monat oder gar auf 10 Millionen in der Woche wachsen.“ Im April werde es zwar deutlich mehr Impfungen geben, aber noch nicht in dieser Größenordnung. Die Impfungen könnten in den Praxen der Hausärzte dann flexibler erfolgen. „Die Ärztinnen und Ärzte kennen ja ihre Patienten und wissen ja, wer zuerst zu impfen ist.“ Nächster Schritt seien dann Impfungen in Betrieben durch Betriebsärzte.

Anna Zacharias

Deutscher Reiseverband: Reisen sind nicht Treiber der Pandemie

10:50
10.03.2021
Der Deutsche Reiseverband hat eine Aufhebung der Corona-Quarantäneregelungen und eine Teststrategie für Reisende gefordert. Organisierte Reisen seien nicht Treiber der Pandemie, und die Hygiene- und Sicherheitskonzepte seien aufgegangen, sagte Verbandspräsident Norbert Fiebig am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. „Das muss jetzt endlich in den politischen Entscheidungen reflektiert werden. Die Quarantäne muss weg“, sagte er. „Wir sagen: Coronatest statt Hausarrest.“

Die Menschen wollten Reisen, und die Wirtschaft brauche dringend positive Perspektiven. Derzeit sei die Buchungszurückhaltung aber noch groß. Insbesondere die Quarantäneregelungen hielten viele Menschen davon ab, Reisen zu buchen. In dieser Woche läuft die Internationalen Tourismusbörse (ITB). Die Reisemesse findet wegen der Pandemie in diesem Jahr online und ausschließlich für Fachbesucher statt.

Anna Zacharias

Modder betont Hoheit der Landkreise bei Corona-Inzidenzschwelle

11:20
10.03.2021
Im Streit um feste Inzidenzwerte als Grundlage für Corona-Lockerungen hat Niedersachsens SPD-Fraktionschefin Johanne Modder an die Hoheit der Landkreise erinnert. Wenn die Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche in einem Kreis geringfügig überschritten werde und es dafür eine isolierte Ursache gebe, könne der Landkreis diese aus den Gesamtzahlen herausrechnen, sagte Modder am Mittwoch in Hannover. Allerdings gehe dies nicht, wenn die 100er-Inzidenz erheblich überschritten werde. Ab dieser Grenze bleibt es bei den bisherigen Einschränkungen. Dies hatte insbesondere in der Region Hannover, wo die Schwelle leicht überschritten wird, für Unmut gesorgt.

Nach der Corona-Verordnung des Landes ist es Aufgabe der Landkreise unter anderem nach eigener Einschätzung der Entwicklung der Infektionslage bekannt zu geben, ob der Landkreis zur sogenannten Hochinzidenzkommune erklärt wird oder ob diese Einordnung wieder aufgehoben wird. Grundsätzlich verteidigte Modder den Kurs, bei Corona-Lockerungen und Beschränkungen künftig die regionale Lage mit der jeweiligen Inzidenz vor Ort zur Grundlage zu machen.

Anna Zacharias