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20210310102823

Caritas: Corona-Impfungen für Menschen ohne Aufenthaltsstatus

10:10
10.03.2021
Die Caritas fordert Corona-Tests und -Impfungen für illegal in Deutschland lebende Menschen ohne Meldung an die Ausländerbehörden. Die Verpflichtung öffentlicher Stellen, solche Zuwanderer zu melden, müsse im Gesundheitsbereich zumindest während der Pandemie ausgesetzt werden, erklärte der Deutsche Caritasverband (DCV) am Mittwoch in Berlin. Nur so könnten sich die Betroffenen angstfrei testen und impfen lassen, ohne eine Abschiebung zu riskieren, so der Wohlfahrtsverband anlässlich einer Jahrestagung des Katholischen Forums "Leben in der Illegalität", in dem er sich engagiert.

DCV-Präsident Peter Neher betonte, dass sich in Deutschland nach Schätzungen mehrere hunderttausend Menschen ohne rechtlichen Aufenthaltsstatus aufhalten, die "in äußerst prekären Verhältnissen" lebten und arbeiteten. "Sie haben hier keine Stimme und versuchen, nicht aufzufallen - dennoch können sie an Corona erkranken. Sie brauchen unseren Schutz", erklärte Neher. Test- und Impfmöglichkeiten für Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität hat unter anderen auch der Kölner Weihbischof Ansgar Puff gefordert, der Vize-Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz ist.

Anna Zacharias

Corona-Krise hat Deutschland-Tourismus weiter fest im Griff

09:43
10.03.2021
Der zweite Corona-Lockdown trifft die Hotellerie in Deutschland auch zum Start des Jahres 2021 hart. Im Januar brach die Zahl der Übernachtungen von Gästen gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als drei Viertel (76,3 Prozent) auf 6,4 Millionen ein, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Bei den Übernachtungen von inländischen Reisenden wurde ein Minus von knapp 74 Prozent auf 5,7 Millionen verzeichnet. Noch dramatischer war der Rückgang mit gut 86 Prozent auf 0,7 Millionen bei Gästen aus dem Ausland.

Touristische Übernachtungen in Hotels, Pensionen und anderen Beherbergungsbetrieben sind zur Bekämpfung der Pandemie seit vergangenem Herbst in Deutschland wieder tabu. Zahlreiche Betriebe haben derzeit geschlossen. Eine Aufrechterhaltung des Services für die wenigen Geschäftsreisenden lohnt sich offenbar nicht. Nach Angaben der Wiesbadener Behörde hatten von den etwa 52 000 erfassten Beherbergungsbetrieben im Januar lediglich 29 200 geöffnet.

Im Corona-Krisenjahr 2020 war die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem In- und Ausland gegenüber dem Vorjahr um 39,0 Prozent auf das Rekordtief von 302,3 Millionen gesunken. Der Einbruch infolge des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 hatte sich auch nicht durch eine mancherorts gute Sommersaison kompensieren lassen. 

Anna Zacharias