Die Menschen in Niedersachsen blicken nach einem Jahr Corona-Pandemie einer Umfrage zufolge mit zunehmender Sorge auf die Wirtschaftskraft des Bundeslandes und die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. „Der noch im Herbst vorherrschende Optimismus, dass die Unternehmen schon irgendwie durch die Krise kommen, hat sich über den Jahreswechsel ins Gegenteil verkehrt“, sagte Volker Schmidt, Geschäftsführer der Drei Quellen Mediengruppe, die beim Institut für Demoskopie Allensbach eine repräsentative Umfrage in Auftrag gab.
Danach rechnen inzwischen 46 Prozent der Befragten damit, dass es mit der Wirtschaft in den nächsten sechs Monaten weiter bergab geht. Damit sei die Bevölkerung in Niedersachsen im Vergleich zum Oktober vergangenen Jahres deutlich pessimistischer geworden (36 Prozent). Nur 22 Prozent glaubten aktuell an eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Mit zunehmender Dauer der Krise wachse die Besorgnis, dass etliche Betriebe nicht überleben würden. „Die Psyche der Bevölkerung ist erheblich angeschlagen“, so Schmidt.
Während sich im Oktober und Dezember noch 17 Prozent Sorgen um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes machten, sei es im März schon jeder fünfte Niedersachse. In Zeiten einer normalen Konjunktur schwanke dieser Wert in Niedersachsen um acht Prozent. Für die „Niedersachsen-Umfrage März 2021“ wurden zwischen 1132 und 1337 Bürger jeweils im Oktober und Dezember 2020 sowie Februar/März 2021 befragt. Am Donnerstag soll der politische Teil der Umfrage vorgestellt werden. Die Drei Quellen Mediengruppe ist der Verlag des Politikjournals Rundblick.