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Mehr als 10 Millionen Menschen in Türkei gegen Corona geimpft

11:07
08.03.2021
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind in der Türkei mehr als 10 Millionen Menschen gegen das Virus geimpft worden. Rund 7,6 Millionen Menschen haben bisher nur die erste, 2,4 Millionen auch die zweite Dosis erhalten. Dies geht aus am Montag vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen hervor.

Die Türkei hat mit ihren rund 84 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie knapp 2,8 Millionen Coronavirus-Infektionen und rund 29.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Mitte Januar hatte die Türkei mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

Die Türkei hatte vergangene Woche die Coronavirus-Restriktionen in Regionen mit niedrigen Neuinfektionen gelockert. Ausgangsbeschränkungen am Wochenende wurden in einigen Provinzen aufgehoben. Restaurants und Cafés können wieder eingeschränkt öffnen, außer in Regionen mit sehr hohem Infektionsrisiko. Ausgangsbeschränkungen am Abend blieben landesweit bestehen.

Jan-Felix Jasch

Deutsche Industrie startet mit Rückschlag ins Jahr

09:55
08.03.2021
Die deutsche Industrie hat zu Jahresbeginn einen Rückschlag erlitten. Im Januar lag die Gesamtproduktion 2,5 Prozent tiefer als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Der jüngste Rückgang folgt auf einen besseren Vormonat: Die bisher gemeldete Stagnation im Dezember wurde nachträglich in einen Anstieg um 1,9 Prozent korrigiert.

Gegenüber dem Vorjahresmonat lag die Produktion im Januar 3,9 Prozent tiefer. Trotz des jüngsten Rückschlags ist die deutsche Industrie wesentlich besser durch die Krise gekommen als die Dienstleister, da letztere viel stärker von den Corona-Beschränkungen betroffen sind.

Für herbe Belastung sorgte im Januar der Bausektor, der seinen Ausstoß um 12,2 Prozent verringerte. Das Bundeswirtschaftsministerium kommentierte, der Rückgang dürfte unter anderem durch die ungünstige Witterung verursacht worden sein. Im Januar war es zeitweise sehr kalt gewesen, auch gab es Bodenfrost.

Zudem wurden Steuereffekte als Grund genannt: So gilt die coronabedingte Mehrwertsteuersenkung seit Jahresbeginn nicht mehr. Analyst Ralph Solveen von der Commerzbank sprach von Vorzieheffekten im Dezember, die zu Jahresbeginn belastet hätten. „Angesichts weiterhin sehr voller Auftragsbücher ist dies aber sicherlich nicht das Ende des Baubooms in Deutschland.“

Der Produktionsrückgang ist aber nicht nur durch den Bau begründet. Auch die Warenherstellung in der Industrie ging zurück, sie fiel um 0,5 Prozent. Das Ministerium führte die Entwicklung auf Lieferengpässe von Halbleitern in der Autoindustrie zurück. Allein der Energiesektor erhöhte seinen Ausstoß. Dies dürfte ebenfalls eine Folge der niedrigen Temperaturen im Januar gewesen sein.

Jan-Felix Jasch