Letztes Update:
20210306173939

870 neue Corona-Infektionen in Niedersachsen

14:25
06.03.2021
Bei der Corona-Lage in Niedersachsen scheint es eine leichte Entspannung zu geben. Am Samstag wurden 870 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. Die Zahl liegt damit nicht ganz so hoch wie noch am Freitag (948 Fälle), und auch niedriger als am Samstag vor einer Woche (970 Fälle). 17 weitere Todesfälle wurden seit Freitag gemeldet.

Die sogenannte Inzidenz lag am Samstag bei 63,1 Infektionsfällen bezogen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Die höchste Inzidenz von 140,6 Fällen meldete der Landkreis Cloppenburg. Es folgte der Landkreis Wesermarsch mit 120,8.

Michael Rabba

Spahn verteidigt Teststrategie gegen Kritik

13:55
06.03.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Corona-Teststrategie der Bundesregierung gegen Kritik verteidigt. „Es war nie vereinbart, dass der Bund diese Tests beschafft“, sagte Spahn am Samstag bei einer digitalen Gesprächsrunde mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf. „Was vereinbart war, ist, dass wir mithelfen, dass sie zugänglich sind, dass sie verfügbar sind.“

„Die Schnelltests sind mehr als genug verfügbar“, bekräftigte der Bundesgesundheitsminister. „Deswegen können wir ab Montag als Bund auch sagen, wir übernehmen die Kosten für einen Bürgertest für jeden, der sich mindestens einmal die Woche testen lassen will.“ Die Strukturen dafür würden entstehen. „Sie werden noch nicht überall am Montag gleich vollständig da sein.“ Aber viele Bundesländer und viele Kommunen hätten gesagt, dass sie am Montag damit starten können.

Zudem seien die Selbsttests, die in Drogerien, Discountern und Apotheken erhältlich sind, eine Hilfe, um private Situationen wie beispielsweise Familientreffen abzusichern, sagte Spahn. In den Ländern würden diese Tests auch in Kitas und Schulen helfen. Er habe mit fast allen Ministerpräsidenten bereits deswegen Kontakt gehabt. „Viele Länder haben auch schon entsprechend für ihre Schulen und Kitas die Dinge unter Dach und Fach.“ Wo noch Unterstützung nötig sei, helfe er gerne mit als „ministerielle Kontaktbörse“.

Max Seidenfaden

Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser

12:48
06.03.2021
 Angesichts eines weiter großen Mangels an Corona-Impfstoffen stellt die baden-württembergische Landesregierung den Krankenhäusern im Südwesten vorerst keine gesonderten Impfdosen mehr für das Personal zur Verfügung. Man habe entschieden, „zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Impfstoff mehr exklusiv an die Krankenhäuser zu geben“, teilte das Landesgesundheitsministerium am Samstag in Stuttgart auf Anfrage mit. Stattdessen wolle man neue Impfdosen komplett an die Impfzentren liefern. „Noch immer ist der Impfstoff knapp und die dem Land zur Verfügung gestellten Impfdosen sind über Wochen in den Impfzentren verplant“, hieß es zur Begründung.

Klinik-Mitarbeiter, die noch keine Erstimpfung erhalten haben, müssen sich nun in Impfzentren um Termine bemühen. Der Chefvirologe des Universitätsklinikums Heidelberg, Hans-Georg Kräusslich, kritisiert dieses Vorgehen. „Wir sind darüber nicht glücklich, können es auch nicht wirklich nachvollziehen“, sagte er der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Samstag). „Wir würden zum Beispiel auch gerne die Studierenden im klinischen Semester impfen, ebenso weitere Mitarbeiter. Jetzt müssen sich wieder alle im Impfzentrum anmelden, wo die Belastung ohnehin schon hoch ist.“

Max Seidenfaden