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20210305195440

WHO-Nothilfekoordinator warnt vor zu frühem Ende von Corona-Maßnahmen

18:00
05.03.2021
Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich davor gewarnt, sich im Kampf gegen das Coronavirus angesichts der nun vorhandenen Impfstoffe zurückzulehnen. „Ich bin tief besorgt“, sagte Mike Ryan am Freitag in Genf. „Wir denken, wir hätten es hinter uns gebracht, aber das ist nicht der Fall“, warnte er. Ländern drohe eine dritte und vierte Welle von Corona-Infektionen, wenn die Menschen Vorsichtsmaßnahmen wie Maske tragen, Hände desinfizieren und Abstand halten nicht weiter beherzigten. „Ich hasse es, die Spaßbremse zu sein, aber so sehe ich es leider“, sagte Ryan.

Die Impfstoffe gäben Anlass zur Hoffnung. Das könne aber auch der Moment werden, an dem die Konzentration nachlasse, und das sei gefährlich. Weitere Öffnungsschritte dürften nur in Angriff genommen werden, wenn die Schutzkonzepte weiter eingehalten und umfangreiche Testmöglichkeiten geschaffen werden und Behörden neue Fälle sofort untersuchten und möglicherweise Infizierte isolierten. „Wenn wir das alles richtig machen, dann können wir beginnen darüber nachzudenken, wie wir die strikten Vorschriften lockern können.“

Jean-Pierre Fellmer

WHO-Bericht über Corona-Untersuchung in China erst Mitte März

17:41
05.03.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Pläne für die Veröffentlichung erster Ergebnisse ihrer Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus in China aufgegeben. Statt eines Vorabberichts werde nun erst der Gesamtbericht vorgestellt, voraussichtlich in der Woche nach dem 14. März, sagte der WHO-Teamchef Peter Ben Embarek am Freitag in Genf. Er war mit rund einem Dutzend Kollegen im Januar nach China gereist. Gründe für die Änderung der Pläne nannte die WHO nicht.

Die Reise kam erst nach monatelangen Verhandlungen mit den chinesischen Behörden zustande. Das Unterfangen ist höchst komplex, weil China verhindern will, als Auslöser und Schuldiger der Pandemie an den Pranger gestellt zu werden. Das Expertenteam suchte in China nach dem Ursprung der Pandemie.

Die bei einer ersten Pressekonferenz zum Ende der Reise in China vorgestellten Ergebnisse waren nach Einschätzung von Experten dürftig. WHO-Teamchef Peter Ben Embarek bestätigte dort, dass das Virus, wie bereits angenommen, wahrscheinlich von Fledermäusen über einen Zwischenwirt auf den Menschen übergesprungen war.

Jean-Pierre Fellmer

Demo per Autokorsos: Corona-Kritik und Gegenprotest in Leipzig

17:07
05.03.2021
Leipzig steht erneut ein unübersichtliches Demonstrationsgeschehen bevor. Kritiker der Corona-Maßnahmen haben zahlreiche Autokorsos mit Hunderten Fahrzeugen aus Dresden, Zwickau und einige Städten aus Sachsen-Anhalt angekündigt. Weil zugleich einige Gegendemonstrationen angekündigt wurden, bereitet sich die Polizei in Leipzig auf einen Großeinsatz vor.

Eine solch mobile Lage sei neu, betonte ein Polizeisprecher. Es gelte in erster Linie eine Konfrontation der beiden Lager zu verhindern und dafür zu sorgen, dass die Autokorsos auf der genehmigten Strecke bleiben. Laut Plan will die Polizei das Demonstrationsgeschehen auch aus der Luft mit Hubschraubern überwachen. Trotzdem muss im Stadtgebiet sowie auf den umliegenden Autobahnen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Abschleppfirmen wurden bereits informiert, um schnell auf schnell auf Behinderungen oder Gefahren bei den Autokorsos reagieren zu können.

Jean-Pierre Fellmer