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Anfang Februar ein Prozent mehr Sterbefälle in Deutschland

15:17
03.03.2021
In der ersten Februarwoche sind in Deutschland einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes zufolge ein Prozent mehr Menschen gestorben als im gleichen Zeitraum der Vorjahre. Zwischen 1. bis 7. Februar 2021 gab es demnach 20.908 Sterbefälle. In der letzten Januarwoche hatte der Wert im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2020 noch bei plus elf Prozent gelegen, wie das Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Das Bundesamt verwies auf den aktuellen Influenza-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI), nachdem die Aktivität sonstiger Atemwegserkrankungen in dieser Wintersaison auf einem vorher nie erreichten, niedrigen Niveau liege - normalerweise verursachten sie einen Anstieg der Sterbefallzahlen am Jahresanfang. Insbesondere im Jahr 2017 seien die Sterbefallzahlen durch eine starke Grippewelle in den ersten Wochen deutlich erhöht gewesen.

Ein Vergleich mit der Zahl der beim RKI gemeldeten Covid-19-Todesfälle sei derzeit bis einschließlich 24. Januar möglich, erklärte das Bundesamt. Die gesamte Sterbefallzahl lag in der dritten Kalenderwoche bei 23 746, das seien 4053 mehr als im Schnitt der Vorjahre. Registriert worden seien in dem Zeitraum 4294 Covid-19-Todesfälle, 386 weniger als noch in der Vorwoche.

Jean-Pierre Fellmer

Spahn rechnet mit Astrazeneca-Empfehlung auch für Ältere

14:55
03.03.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass der Corona-Impfstoff von Astrazeneca künftig auch an ältere Menschen in Deutschland verabreicht werden kann. Es werde mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass die Zulassung des Impfstoffes für über 65-Jährige komme, sagte Spahn nach Teilnehmerangaben am Mittwoch bei den Corona-Beratungen von Bund und Ländern. Dies sei Daten zu verdanken, die man aus Schottland und England habe. Die Ständige Impfkommission (Stiko) befinde sich dazu in der finalen Entscheidungsfindung.

Bislang empfiehlt die Stiko das Mittel von Astrazeneca nur für 18- bis 64-Jährige, da für Ältere zunächst nicht genügend Studiendaten vorgelegen hätten. Am Mittwochmorgen hatte Spahn in der ARD gesagt, dass er die Stiko mit Blick auf neuere Studien geben habe, ihre Empfehlungen anzupassen.

Jean-Pierre Fellmer