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Bund mahnt: Keine Sorglosigkeit bei Corona-Öffnungen

13:40
01.03.2021
Die Bundesregierung mahnt vor den Beratungen mit den Ländern über mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen weiter ein vorsichtiges Vorgehen an. „Wir sind jetzt in einer Phase der Hoffnungen, Gott sei Dank. Aber es kann und darf nicht eine Phase der Sorglosigkeit sein“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Er verwies auf sinkende Zahlen der Corona-Patienten auf Intensivstationen, anziehende Impfungen und in absehbarer Zeit massenhaft zur Verfügung stehende Schnelltests. Andererseits gebe es bei den Neuinfektionen seit einigen Tagen eine steigende Tendenz, zudem breiteten sich neue, ansteckendere Virus-Varianten weiter aus.

Seibert betonte, dass es bei Schulen, Kitas und nun unter anderem auch bei Friseuren bereits „eine große Öffnungswelle“ gebe. Daher sei es sinnvoll, jetzt zunächst die Auswirkungen zu beobachten und dann umsichtig mögliche nächste Schritte zu gehen. Es gelte zu vermeiden, dass man Öffnungsschritte dann wieder zurücknehmen müsse. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten wollen an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.

Michael Rabba

Gastgewerbe fordert Öffnung: „Wirtschaftlich am Ende“

12:54
01.03.2021
 Niedersachsens Gastwirte fordern eine möglichst schnelle Öffnung von Hotels und Restaurants - spätestens zu Ostern. Nach insgesamt fast 25 Wochen im Lockdown sei das Gastgewerbe „wirtschaftlich am Ende“, sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen, Detlef Schröder, am Montag nach einem Treffen mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Landtag in Hannover. Die Unterstützung des Staates sei aufgebraucht, sodass es jetzt um das wirtschaftliche Überleben der Betriebe und der Mitarbeiter gehe.

Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass die Hygienekonzepte der Branche funktionierten. „Wir waren keine Infektionstreiber und wir werden auch im weiteren Verlauf der Pandemie keine werden“, versicherte Schröder. „Wir wollen unser Einkommen wieder mit unseren eigenen Händen verdienen und nicht von staatlichen Unterstützungen abhängig sein, die uns kein Auskommen bieten können.“

Max Seidenfaden

Jahn-Geschäftsführer Keller berichtet von britischer Corona-Variante

12:26
01.03.2021
Der Regensburger Geschäftsführer Christian Keller geht davon aus, dass sich die weiteren Corona-Fälle bei seinem Zweitligisten mit der britischen Variante infiziert haben. Keller berichtete am Montag davon, dass bei Trainer Mersad Selimbegovic am Samstag herausgefunden worden sei, dass sich dieser mit der als besonders ansteckend geltenden Mutante infiziert habe. Die ohnehin schon strengen Schutzmaßnahmen sind Keller zufolge dann wohl „nicht mehr stark genug“ gewesen. „Wir waren auch nicht weniger vorsichtig und weniger achtsam, es ist alles so gelaufen wie immer. Wir können es uns deshalb auch nicht wirklich erklären.“

Trainer Selimbegovic war am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden, das Zweitligaspiel gegen den SC Paderborn (1:0) am selben Abend konnte gemäß Hygieneregeln der Deutschen Fußball Liga ohne den Coach noch durchgeführt worden. Anschließend habe der Verein die Frequenz der Tests auf jeden Tag erhöht, berichtete Keller.

Jan-Felix Jasch