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20210228161536

FDP-Chef fordert nationales Impfportal und Nachrückliste

13:18
28.02.2021
FDP-Chef Christian Lindner hat gefordert, den Stau bei der Verwendung von Impfstoff gegen das Coronavirus schnell aufzulösen. „Wir brauchen den Bürokratieabbau beim Impfen. Die Bürger haben längst den Durchblick verloren, wann wer geimpft werden kann“, sagte Lindner am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Millionen Bürger warteten seit vielen Wochen auf Termine.

„Deutschland braucht ein nationales Impfportal, damit der Zugang zu Impfterminen erleichtert wird“, forderte Lindner. „Wir drohen schon bald mehr Impfstoff als Impftermine zu haben. Deshalb sollten auch die Arztpraxen impfen dürfen. „Haus- und Fachärzte kennen ihre Patienten am besten“, sagte er. Sie könnten entsprechend der bundesweiten Vorgaben am besten einschätzen, wer den Impfstoff am dringendsten brauche. „Für nicht genutzte Termine brauchen wir eine Nachrückliste, damit Impfdosen so schnell wie möglich verimpft werden können.“

Die Bundesregierung sei bei der Beschaffung des Impfstoffs zu zögerlich und zu knausrig gewesen und habe Warnungen ignoriert, kritisierte Lindner. Ähnliche Fehler dürften sich jetzt bei der Impflogistik nicht wiederholen. Von der Bund-Länder-Runde am Mittwoch erwarte er sich zudem „ein klares Signal der Öffnung“. Es könne keinen Dauer-Lockdown geben, bis Deutschland beim Impfen vorangekommen sei.

Sarah Haferkamp

Ein Jahr Corona in Niedersachsen: Lage stagniert - Forscherin besorgt

12:55
28.02.2021
Ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie in Niedersachsen stagnieren die Infektionszahlen. Am Sonntag wurden 740 neue Fälle gemeldet, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Die Durchschnittsfallzahlen der vergangenen Tage deuten darauf hin, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit einer leichten Tendenz nach oben stagnieren.

Die sogenannte Inzidenz lag am Sonntag bei 67,2 Infektionsfällen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche und damit leicht höher als im bundesweiten Durchschnitt, der laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 63,8 lag. Geimpft wurden in Niedersachsen nach den jüngsten Angaben des RKI bis Freitagabend 4,5 Prozent aller Bürger - der Bundesschnitt lag bei 4,7 Prozent.

Insgesamt starben seit Ausbruch der Krankheit in Niedersachsen vor genau einem Jahr 4292 Menschen daran. Am 29. Februar 2020 war der erste Corona-Fall in Niedersachsen bestätigt worden, betroffen war damals ein 68-jähriger Mann aus Uetze bei Hannover. Er war der erste von mittlerweile rund 165 000 Infizierten.

Jean-Pierre Fellmer

Einreiseregeln für französische Grenzregion Moselle werden verschärft

12:25
28.02.2021
Im Kampf gegen die Ausbreitung gefährlicher Mutationen des Coronavirus wird die Einreise aus der französischen Grenzregion Moselle nach Deutschland erschwert. Mit Wirkung ab Dienstag stufte die Bundesregierung die an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende Region am Sonntag als sogenanntes Virusvariantengebiet ein, wie das Robert Koch-Institut im Internet bekannt gab.

Jean-Pierre Fellmer