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Schummler versuchen ihr Glück im Hamburger Impfzentrum

06:53
25.02.2021
Immer wieder versuchen Schummler, in Hamburg an eine Corona-Schutzimpfung zu kommen. In rund 200 Fällen hätten allein in der vergangenen Woche im Zentralen Impfzentrum in den Messehallen Impfwillige abgewiesen werden müssen, obwohl sie einen Termin hatten, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur. Grund seien falsche Angaben bei der Terminvereinbarung gewesen. So seien in 35 Prozent der Fälle die Betroffenen noch keine 80 Jahre alt gewesen.

Zwar müsse man bei der Online-Anmeldung versichern, dass man laut Impfverordnung berechtigt ist. Die Überprüfung finde jedoch erst im Impfzentrum statt. „Wenn sich dabei aber herausstellt, dass die Personen, die sich im Impfzentrum einfinden, gar nicht berechtigt sind, kann keine Impfung durchgeführt werden“, sagte Helfrich. „Das Personal ist angewiesen, Personen, die derzeit nicht impfberechtigt sind, abzuweisen.“

22 Prozent und damit ein gutes Viertel der Impf-Schummler aus der vergangenen Woche hatte den Angaben zufolge seinen Hauptwohnsitz außerhalb Hamburgs. „Für die Schutzimpfungen gilt das Wohnortprinzip – das heißt, Menschen haben nur in ihrer Kommune des Hauptwohnsitzes einen Anspruch.“ Wie zur Überprüfung des Alters reiche auch in solchen Fällen ein Blick in den Personalausweis.

„In 19 Prozent der Fälle war ein fehlender, unzureichender oder nicht glaubhafter Tätigkeitsnachweis der Grund für die Ablehnung“, sagte Helfrich. „In 9 Prozent der Fälle hatten die Personen angegeben, zum impfberechtigten medizinischen Personal zu gehören, ohne das nachweisen zu können.“ In Einzelfällen habe es auch „fälschungsverdächtige Arbeitgebernachweise oder unzureichende Identitätsnachweise“ gegeben. Solche Fälle würden angezeigt.

Anna Zacharias

Impfzentren sollen Kapazität erhöhen

06:08
25.02.2021
Um mit den Corona-Impfungen schneller voranzukommen, sollen die Impfzentren in Niedersachsen und Bremen ihre Kapazitäten erhöhen. Derzeit seien in Niedersachsen rund 120 Impfteams im Einsatz, künftig sollen es 200 Teams sein, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover auf Anfrage mit. Die Leistung soll damit an die angekündigten Impfstofflieferungen angepasst werden.

Im Bundesland Bremen können derzeit bis zu 2500 Menschen pro Tag geimpft werden. Bis Anfang April werden die drei Impfzentren - zwei in der Stadt Bremen, eins in der Stadt Bremerhaven - jedoch erweitert. „Die Kapazitäten im Land Bremen können damit bis auf maximal 17.000 Impfungen am Tag ausgebaut werden“, sagte der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann.

In Niedersachsen waren zuletzt knapp 17.000 Impfungen an einem Tag gespritzt worden. Bis zu 20 000 Impfungen täglich wären mit den vorhandenen Ressourcen in den 50 Impfzentren möglich. „Da ist durchaus noch Luft nach oben“, sagte ein Ministeriumssprecher. Ab März sollen die Impfzahlen deutlich höher liegen.

Die Vize-Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, hatte zuletzt gesagt: „Wir impfen alles, was wir an Impfstoff geliefert bekommen, auch zeitnah weg.“ Das gelte auch für Astrazeneca. 

Anna Zacharias