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Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen stagnieren

12:38
23.02.2021
Die Zahl der Corona-Ansteckungen in Niedersachsen liegt in etwa auf dem Niveau der Vorwoche. Das Landesgesundheitsamt meldete am Dienstag 339 Neuinfektionen, eine Woche zuvor waren es 335 neue Fälle. Die Vize-Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, bezeichnete die Entwicklung als „relativ statisch“. Eine Tendenz, dass die Zahlen deutlich zurückgingen, sei derzeit nicht erkennbar.

Die Zahl der Todesfälle stieg am Dienstag um 65 auf 4173. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz ging im Vergleich zum Vortag leicht zurück: von 67,1 auf 66,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner.

Die regional höchsten Sieben-Tage-Werte in Niedersachsen weisen weiterhin die Landkreise Wesermarsch (164,8) und Vechta (121,8) aus. Über 100 liegen auch die Landkreise Cloppenburg, Emsland und Peine, die Stadt Salzgitter sowie die Region Hannover.

Malte Bürger

Kinderschutzbund warnt vor Folgen des Lockdowns

12:23
23.02.2021
In der Corona-Krise werden die Rechte der Kinder nach Ansicht des Kinderschutzbunds bisher viel zu wenig berücksichtigt. Die niedersächsische Verfassung schreibe den Schutz von Kindern und Jugendlichen zwar vor, in der Politik gebe es dafür derzeit aber nur ein schwaches Bewusstsein, kritisierte der Landeschef des Vereins, Johannes Schmidt, am Dienstag in einer Anhörung der Landtagsfraktionen von Grünen und FDP.

Schmidt warnte, die Isolation werde für viele Kinder schwere gesundheitliche Folgen haben und drohe Familien zu zerstören. „Gefährden Sie das positive und zukunftsorientierte Weltbild unserer Kinder nicht weiter. Einsamkeit, Zukunftsängsten, Antriebsarmut, Aggression und Gewalt sind sie schutzlos ausgeliefert“, appellierte er. Wenn Kinder den Glauben an die Schutzfunktion des Staates verlören, sei das verheerend.

Konkret kritisierte Schmidt die Kontaktregeln im Lockdown, bei denen in Niedersachsen bisher nur für Kinder bis sechs Jahre eine Ausnahme gilt. Das sei nicht alltagstauglich. Zumindest auf Geschwisterkinder müsse die Ausnahme ausgeweitet werden, forderte Schmidt.

Malte Bürger

Hofreiter über Corona-Schnelltests: Armutszeugnis für Spahn

12:00
23.02.2021
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) scharf dafür kritisiert, dass die kostenlosen Corona-Schnelltests später kommen sollen als erwartet. „Es ist ein Armutszeugnis für Herrn Spahn, dass die Schnelltest-Strategie wieder verschoben wird“, sagte Hofreiter am Dienstag in Berlin. Für eine Öffnungsperspektive trotz anhaltender Pandemie brauche es mehr Schnelltests und eine in sich konsistente Strategie. „Deshalb erwarte ich von der Bundesregierung, dass sie nach einem Jahr Pandemie endlich in der Lage ist, solche Grundlagen zu erfüllen“, sagte Hofreiter weiter.

Spahn hatte zuletzt immer wieder angekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen - etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken. Darüber soll nun aber erst bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März gesprochen werden, wie Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts (Montag) erklärt hatte.

Malte Bürger