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Bundesregierung weist Brüsseler Vorwürfe wegen Einreiseregeln zurück

11:40
23.02.2021
Die Bundesregierung weist die Vorwürfe der EU-Kommission zu den verschärften Einreiseregeln für Menschen aus Tschechien, der Slowakei und Tirol vehement zurück. Was man getan habe, stehe im Einklang mit dem Schengener Übereinkommen, sagte EU-Staatsminister Michael Roth am Dienstag am Rande einer Videokonferenz mit EU-Kollegen. Man halte sich an EU-Recht.

Mit der Rechtfertigung reagierte Roth auf einen kurz zuvor bekanntgewordenen Beschwerdebrief der EU-Kommission. In ihm heißt es: „Wir glauben, dass das nachvollziehbare Ziel Deutschlands - der Schutz der öffentlichen Gesundheit in einer Pandemie - durch weniger restriktive Maßnahmen erreicht werden könnte.“ Mehrere Vorgaben seien unverhältnismäßig oder unbegründet.

Das an die Bundesländer Bayern und Sachsen grenzende Tschechien, das an Bayern grenzende österreichische Bundesland Tirol sowie die Slowakei gelten in Deutschland seit dem 14. Februar als Gebiete mit besonders gefährlichen Virusmutationen. Die Einreise von dort ist somit bis auf wenige Ausnahmen verboten.

Malte Bürger

Infektionsforscher: Corona-Inzidenz „kein stabiler Indikator“

11:12
23.02.2021
Für den Epidemiologen Gérard Krause ist der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Infektionen allein eine unzureichende Grundlage für einen Stufenplan. Er halte die Konzentration auf die Inzidenz für problematisch, da sie „kein stabiler Indikator“ sei, der die Schwere der Pandemie abbildet, sagte der Forscher des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung am Dienstag in einer Anhörung der niedersächsischen Landtagsfraktionen von Grünen und FDP.

So sei der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner abhängig von der Zahl der durchgeführten Tests. Außerdem fehlten Daten über die Ausbreitung des Virus in bestimmten Alters- oder Berufsgruppen, etwa bei den Lehrern. Darüber hinaus müssten die Krankheitslast, etwa schwere Verläufe, und die Eindämmbarkeit, etwa die Länge von Infektionsketten, stärker berücksichtigt werden.

Die Physikerin Viola Priesemann, die in Göttingen eine Max-Planck-Forschungsgruppe leitet, warnte in der Anhörung, eine voreilige Lockerung des Lockdowns könne zu anhaltend hohen Fallzahlen und damit zu andauernden Einschränkungen führen. Viele Lockerungen auf einen Schlag erschwerten es zudem nachzuvollziehen, welche Maßnahme welchen Effekt hat. Priesemann warb daher für ein Plädoyer der Politik für niedrige Fallzahlen. „Einen "Lockdown light forever" hatten wir in den letzten Monaten schon zur Genüge“, sagte sie.

Malte Bürger

Drei positive Corona-Fälle bei Frankfurts Fußball-Frauen

10:57
23.02.2021
Bei den Fußball-Frauen von Eintracht Frankfurt gibt es drei positive Corona-Fälle. Betroffen sind zwei namentlich nicht genannte Spielerinnen und Trainer Niko Arnautis. Das Trio hat sich bereits am vergangenen Freitag in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben, teilte der Bundesligist am Dienstag mit. Allen Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut.

Malte Bürger