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Weit mehr positive Corona-Tests in Hannover als im Bundesschnitt

15:44
22.02.2021
In der Region Hannover ist das Corona-Infektionsgeschehen weit angespannter als im bundesweiten Durchschnitt. Fast 50 Prozent der Corona-Infektionen entfallen hier nach Behördenangaben mittlerweile auf die britische Virusvariante, die nach konservativen Schätzungen 35 Prozent ansteckender ist. Bundesweit waren es nach dem letzten bekannten Stand vom vergangenen Mittwoch 22 Prozent.

Die Positivrate der durch das Gesundheitsamt in Hannover vermittelten Testungen betrage aktuell rund 13,7 Prozent, sagte ein Regionssprecher am Montag der dpa. Bundesweit waren in der sechsten Kalenderwoche dagegen nur knapp 6,5 Prozent der Tests positiv, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Je höher die Positivrate bei hohen Fallzahlen ist, desto höher wird auch die Dunkelziffer geschätzt.

Die Region Hannover hatte im Dezember rund 7000 Testungen veranlasst, im Januar etwa 12 000. Mitte Februar waren es ebenfalls bereits rund 7500. Das Infektionsgeschehen stelle sich diffus dar und verteile sich vor allem auf den privaten Bereich, sagte der Sprecher. Das Gesundheitsamt arbeite derzeit mit rund 700 Personen an der Eindämmung des Coronavirus.

Das Landesgesundheitsamt meldete am Montag einen Sieben-Tages-Wert von 125,5 für die Region Hannover. Weil sie knapp 1,2 Millionen Einwohner hat, beeinflusst diese Zahl auch deutlich den Landeswert, der am Montag bei 67,1 lag. Bei den jüngsten Bund-Länder-Gesprächen waren Lockerungen ab einem Sieben-Tages-Wert von 35 vereinbart worden.

Michael Rabba

Teil-Lockdown in Frankreichs Südosten: Küstenregion verschärft Regeln

14:54
22.02.2021
An Frankreichs Côte d'Azur soll es angesichts der starken Ausbreitung des Coronavirus im Département Alpes-Maritimes zeitweise einen Teil-Lockdown geben. An den kommenden beiden Wochenenden sei die städtische Küstenregion im Lockdown, kündigte Präfekt Bernard Gonzalez am Montag an. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung des Départements seien davon betroffen. Das Verlassen des Hauses ist dann nur noch mit triftigem Grund möglich, etwa zum Einkaufen oder für einen Arztbesuch. Sport und Spazieren an der frischen Luft sind für eine Stunde am Tag in einer Entfernung von maximal fünf Kilometern vom Haus erlaubt.

Das Gebiet an der französisch-italienischen Grenze hat derzeit einen Inzidenzwert von 588 Neuinfektionen auf 100 000 Menschen. Einem Sprecher der regionalen Gesundheitsbehörde zufolge ist der Wert damit etwa dreimal so hoch wie im nationalen Schnitt. Die britische Coronavirus-Variante sei zudem sehr verbreitet. Gonzalez zufolge hat sich die Lage deutlich verschlechtert.

Neben dem Teil-Lockdown weitet das Département an der französischen Riviera die Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen aus und verbietet den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Außerdem sollen Geschäfte mit mehr als 5000 Quadratmeter Fläche schließen - Lebensmittelläden und Apotheken ausgenommen. Auch zusätzliche Impfdosen sollen die Ausbreitung des Virus in dem Gebiet bekämpfen.

Malte Bürger